Samstag3. Januar 2026

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China bereitet sich auf ein «Grexit» vor

China bereitet sich auf ein «Grexit» vor
(Symbolbild/dpa-Archiv)

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China trifft Vorbereitungen für den Fall eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone. Die nationalen Behörden sollen entsprechende Pläne schnellstmöglich vorlegen.

«Die Regierung hat jedes Ministerium aufgefordert, Maßnahmen für den Fall eines Abschieds von Griechenland von der Währungsunion zu analysieren und so schnell wie möglich eigene Vorschläge zu präsentieren», sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. «Es ist sehr dringend.» Die Regierung habe staatliche Behörden wie die Zentralbank, die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission sowie die Bankenaufsicht angewiesen, Notfallpläne zu erörtern.

Mehreren Personen zufolge sollen beispielsweise Schritte vorbereitet werden, um die heimische Währung Yuan stabil zu halten. Denkbar sei auch, einen stärkere Kontrolle des grenzübergreifenden Kapitalverkehrs. Auch soll eine Strategie erörtert werden, wie die heimische Wirtschaft gestärkt und vor möglichen Turbulenzen geschützt werden könne.

China will Reformen sehen

Angesichts der politischen Wirren in Athen kursieren längst auch in der Euro-Zone Planspiele für eine Zukunft ohne Griechenland. Regierungen und Unternehmen befassen sich ernsthaft mit den Folgen für die Währungsunion. Eine Arbeitsgruppe der Euro-Länder forderte die Regierungen auf, nationale Notfallpläne für diesen Fall auszuarbeiten, hieß es vor wenigen Tagen in Brüssel. Auch Unternehmen treffen Vorkehrungen. Der Handelskonzern Metro spielt angesichts Szenarien eines Scheiterns der Gemeinschaftswährung durch.

Politiker äußern immer öfters die Möglichkeit eines Euroaustritts der Griechen. Zuletzt war es Frankreichs neuer Finanzminister Pierre Moscovici. Am Sonntag sagte er in einer Sendung für RTL/Le Monde/LCI, ein Austritt Griechenlands sei nicht ausgeschlossen, sollte das Land nach den Wahlen vom 17. Juni seinen Verpflichtungen nicht nachkommen.

China bekräftigte gleichzeitig seine Unterstützung für die Euro-Zone im Kampf gegen die Schuldenkrise. Auch künftig werde in Staatsanleihen und andere Vermögensanlagen der Währungsunion investiert, kündigte Zentralbank-Chef Zhou Xiaochuan in der Zeitung «Chinese Business News» (Montagausgabe) an. Auch werde China weiter das Engagement des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie Investitionen in Infrastruktur-Projekte und Privatisierungsprogramme unterstützen. «Voraussetzung ist sicherlich, dass wir in diesen Ländern Reformen sehen, und dass sich diese Investitionen auszahlen», sagte Zhou.