Zwar habe der Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments die lange verweigerte, aber nötige Anhörung Merschs nun für den 22. Oktober angesetzt. Ausschussmitglied Sven Giegold von den Grünen aber sieht das als «den nächsten Eskalationsschritt», berichtet die «Welt» am Donnerstag auf ihrer Online-Ausgabe.
Die Wortführer im Ausschuss stören sich nach wie vor daran, dass bei der Kandidatennominierung für den zu besetzen Posten im EZB-Direktorium keine Frau zurückbehalten wurde. Giegold sagte der „Welt“, er werde sich für ein negatives Votum einsetzen. Es könne nur eine negative Positionierung des Parlaments geben.
Das Votum im Parlamentsausschuss ist nicht bindend. Die Entscheidung über die Nominierung des Luxemburger Zentralbankers Yves Mersch ins EZB-Direktorium treffen die EU-Staats- und Regierungschefs. Die Anhörung im Parlamentsausschuss hat nur beratenden Charakter. Sie war bereits zweimal verschoben worden.
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