Ein offensichtlicher und schwerwiegender Fehler ist bei der Auszählung zur parteiinternen Präsidentschaftswahl der UMP geschehen. Das sagen die Anhänger des ehemaligen französischen Premierministers François Fillon am Mittwoch. Drei Föderationen aus den Übersee-Gebieten Nouvelle Calédonie, Mayotte und Wallis-et-Futuna seien bei der Auszählung vergessen worden. Fillons Anhänger haben deswegen bei der zentralen Wahlkommission Beschwerde eingereicht.
Mitbewerber Jean-François Copé hatte sich zum Wahlgewinner erklärt. Am Montag hatte ihm die parteiinterne Wahlkommission einen Vorsprung von 98 gegeben. Abgestimmt hatten rund 300.000 Parteimitglieder. Würden die Übersee-Gebiete mitberücksichtigt, entfiele eine knappe Mehrheit auf Fillon, so der Vorsitzende der Wahlkommission, Eric Ciotti am Mittwoch.
Fillon hat den Gründungspräsidenten der UMP, Alain Juppé, gebeten die Parteiführung vorerst zu übernehmen. Die UMP war 2002 gegründet worden, um die rechtskonservative Parteien Frankreich zu vereinen. Ihr Kandidat bei der Präsidentschaftswahl im Mai 2012, Nicolas Sarkozy, war dem Sozialisten François Hollande unterlegen.
Zu Demaart
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