Finanzminister Luc Frieden und Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler haben am Donnerstag die Fraktionsvorsitzenden des Parlaments über die weiteren Schritte der Regierung im Dossier Cargolux informiert.
Nachdem Qatar Airways seinen Rückzug aus Cargolux angekündigt hat, muss die Gesellschaft nach einem neuen Aktionär suchen. In einer ersten Phase wird das 35 Prozent Aktienpaket der Luxemburger Staat übernehmen, hieß es am Donnerstag nach der Sitzung der Präsidentenkonferenz. Bereits vor dem Einstieg von QA in die Cargolux hatte der Staat die vormals von Swissair gehaltenen Aktien verwahrt.
Ausschau nach neuem Partner
In einer weiteren Etappe soll nach einem neuen Partner Ausschau gehalten werden. Zwei Namen wurden bisher genannt: die russische Air Bridge Cargo, die Dnepr-Volga gehört, und die chinesische HNA-Group. Letztere hatte bereits 2011 ihr Interessen an Cargolux gezeigt, hatte jedoch vor Qatar Airways zurückstecken müssen.
Die Ungewissheit über die weitere Entwicklung bei Cargolux belastet auch die Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag für die Beschäftigten. Eine erste Sitzung am Mittwoch war ergebnislos verlaufen. Bei der Kündigung des Vertrags am 28. September hatte der Interims-Geschäftsführer Richard Forson gesagt, den sozialen Besitzstand bei Cargolux in Frage stellen zu wollen. An Kostenersparnissen wird die Gesellschaft auch nach dem Ausscheren von QA nicht vorbeikommen, hieß es am Mittwoch.
Zu Demaart
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