Vor genau zwei Jahren kam es in Japan infolge eines Erdbebens der Stärke 9,0 und eines Tsunamis zu einem atomaren Super-Gau in Fukushima. Weltweit finden Gedenk- und Protestaktionen statt. In Luxemburg hatte das «Nationale Aktiounskomitee gegen Atomkraft» am Montag zum Protest aufgerufen.
Das «Aktiounskomitee» besteht aus Vertretern der luxemburgischen Parteien, Gewerkschaftlern und zahlreichen anderen Organisationen. Am Montag versammelten sich Demonstanten auf der Place Clairefontaine, unter anderem der delegierte Umweltminister Marco Schank, und forderten einen Stopp der AKW in Grenznähe, eine EU-Politik gegen Atomkraft sowie ein nationales Energiekonzept ohne atomare oder fossile Energie.
Nach Angaben der japanischen Wiederaufbaubehörde leben immer noch rund 315.000 Menschen fern ihrer früheren Häuser, verteilt über alle Provinzen des Landes. Rund 57.000 Menschen sind bislang nicht nach Fukushima zurückgekehrt, wo es im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in Folge des Erdbebens und Tsunamis zu einem Super-GAU gekommen war.
Luxemburger in Paris
Am Mittwoch, 6. März hatten Abgeordnete fast aller Fraktionen Außenminister Jean Asselborn, Gesundheitsminister Mars di Bartolomeo und den delegierten Umweltminister Marco Schank bei ihrem Besuch bei der französischen Umweltministerin Delphine Batho begleitet.
Dabei brachten die Luxemburger ein Anliegen vor: Das AKW Cattenom soll geschlossen werden. Mit ihrer Reise nach Paris kamen die Abgeordneten und Regierungsmitglieder einem Beschluss des Parlaments nach, sich verstärkt bei Frankreichs Regierung für einen Produktionsstopp in Cattenom einzusetzen.
Eine Zusage bekam die Delegation von Batho aber nicht. Außenminister Asselborn will nun das Thema bei seinen Treffen auf Regierungsebene ansprechen.
Zu Demaart
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