Seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 nahm laut EU-Angaben in rund der Hälfte der EU-Mitgliedsstaaten das Armutsrisiko zu. Auch Luxemburg bleibt davon nicht verschont. Immer mehr Menschen und Familien würden auf der Straße landen, heißt es am Donnerstag aus dem Familienministerium. Verschiedene Ministerien in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Luxemburg und Esch/Alzette haben jetzt gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen eine nationale Strategie ausgearbeitet. Bis 2020 hat man sich mehrere Ziele gesteckt. Vor allem Familien will man auffangen, die sich keine Unterkunft mehr leisten können.
In den kommenden zwei Jahren soll in Belval eine neue Unterkunft für 60 Leute errichtet werden, welche davon bedroht sind auf der Straße zu landen. Diese Einrichtung zielt hauptsächlich auf Familien ab, heißt es.
Noch ist der Winter nicht vorbeit. Trotz Schnee und klirrender Kälte lässt sich eine erste Bilanz über die Winteraktion für Obdachlose ziehen. Im Foyer Ulysse haben im Dezember 195 Leute übernachtet. In der Einrichtung am Findel wurden 1642 Übernachtungen gezählt.
Zu Demaart
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