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In Luxemburg wird das Licht ausgeknipst

In Luxemburg wird das Licht ausgeknipst

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Rund um den Globus gehen diesen Samstag für eine Stunde die Lichter aus. So wird man in Esch/Alzette und in Luxemburg an der Aktion teilnehmen und eine Stunde im Dunkeln der Umwelt zuliebe verbringen.

«Letztes Jahr haben wir uns dieser Aktion in letzter Minute angeschlossen. Das Ganze wurde sozusagen übers Knie gebrochen. Dieses Mal haben wir alles etwas größer und professioneller aufgezogen», so Gemeinderat Jean Huss bei der Vorstellung des Rahmenprogramms. Am Samstag wird sich die Gemeinde Esch zum zweiten Mal der «Earth Hour» anschließen.

Dann steht das Energiesparen im Mittelpunkt. Deshalb finden ab 14 Uhr auf dem Rathausplatz diverse Vorträge und Workshops mit Experten statt. Auch Elektrofahrräder, Segways und Elektrofahrzeuge sind zu sehen und können ausprobiert werden.

«Earth Hour» ums Lagerfeuer

Von 20.30 bis 21.30 Uhr – also genau eine Stunde lang – werden die Lichter in allen öffentlichen Gebäuden erlöschen. «Das Krankenhaus ist natürlich nicht davon betroffen.» Des Weiteren haben sich einige Escher Geschäftsleute bereit erklärt, ihre Schaufensterbeleuchtung an diesem Abend auszuschalten.

«Das Nützliche soll mit dem Unterhaltsamen verknüpft werden», präzisiert Jean Huss. Die eigentliche «Earth Hour» wird man dann gemütlich um ein Lagerfeuer herum verbringen.

Nachhaltige Politik

Mit der Teilnahme an der weltweiten Bewegung möchte man auch das Bemühen der Stadt Esch um eine ökologisch nachhaltige Politik hervorheben. So verzichtet zum Beispiel der Escher Energielieferant «Südstroum» auf den Einkauf von Energie aus Kohle- und Atomkraftwerken.

Des Weiteren gehe das Thema Energieversorgung jeden etwas an. So rechnet Jean Huss damit, dass die Energiepreise weiter steigen und spätestens in 15 bis 20 Jahren ernsthaft den Gemeindehaushalt gefährden. Deshalb sei es schon heute an jedem Einzelnen, effizienter und sparsamer mit der Energie umzugehen und verstärkt auf erneuerbare Energiequellen zu setzen.

Außer in Esch/Alzette wird auch die Beleuchtung am Rathaus in Luxemburg-Stadt ausgeschaltet. Außerdem soll mit der Aktion auf verschiedene Projekte während des ganzen Jahres im Bereich der nachhaltigen Umwelt- und Energiepolitik in der Hauptstadt hingewiesen werden.

Weltweite Aktion

Mit der «Earth Hour» will die Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) ein Zeichen für Klima- und Umweltschutz setzen. Rund 7000 Städte in 150 Ländern beteiligen sich nach Angaben des WWF an der Aktion. Auch das Empire State Building in New York, die Chinesische Mauer, der Eiffelturm in Paris, das Opernhaus von Sydney, der Buckingham Palace in London und die Christus-Statue in Rio de Janeiro sollen für eine Stunde in Dunkelheit versinken.

Angefangen hatte die «Earth Hour» 2013 in Australien. Zehntausende Menschen haben als Zeichen für den Klimaschutz am Samstag dort das Licht ausgemacht. Um 20.30 Uhr Ortszeit (10.30 Uhr MEZ) wurde es am Opernhaus in Sydney und an der berühmten Hafenbrücke dunkel, ebenso in zahlreichen Restaurants, Gebäuden, Privatwohnungen und Häusern.