Am 8. April will John Lorent, Bürgermeister von Kayl, dem Verwaltungsrat des CIGL Kayl die Kündigung des Vertrags mit OPE vorschlagen. Das hat Lorent am Mittwochmorgen dem Radio 100,7 gesagt.
Vom OPE verabschieden wollen sich auch die Gemeinden Esch und Rümelingen. Als Grund nennt Lorent das Fehlen eines Businessplans beim OPE. Auch sei unklar, wie die Schulden des OPE abgetragen werden sollen.
Das Objectif Plein Emploi, eine Dachstruktur autonom arbeitender lokaler und regionaler Initiativen, ist in finanziellen Schwierigkeiten. Unternehmensprüfern zufolge hat die Struktur zuviel Geld vom Beschäftigungsministerium bezogen. Ein vor wenigen Wochen unterschriebener Sozialplan sieht die Entlassung von 52 Mitarbeitern vor, fast die Hälfte der Stammbelegschaft.
Dienstleister
OPE funktioniert als Dienstleister für die CIGL und CIGR. Das Ministerium warf dem OPE im Herbst 2012 einen zu großen Verwaltungs- und Betreuerapparat vor. Festangestellte OPE-Mitarbeiter betreuen Arbeitslose, um sie auf den regulären Arbeitsmarkt vorzubereiten.
Zu klären bleibt laut John Lorent, wie die lokalen Initiativen weiterhin finanziert werden können. Angestrebt werden Konventionen mit dem Staat. Andernfalls eine Gemeinde wie Kayl sein «Centre d’initiative et de gestion local» (CIGL) nicht tragen könne, so Lorent.
Bisher werden die Initiativen größtenteils von Staat und Gemeinden getragen. Weniger als ein Viertel des Budgets stammt aus Eigeneinnahmen. Den Löwenanteil der Ausgaben bestreiten die Gehälter der Mitarbeiter.
Kooperation zwischen Initiativen
Die einzelnen CIGL und CIGR sollen verstärkt zusammenarbeiten, um etwa gemeinsame Verwaltungstätigkeiten zu erledigen. Derlei Zusammenarbeit besteht bereits zwischen den CIGL Kayl und Rümelingen.
OPE arbeitete noch im September 2012 eigenen Angaben zufolge mit 60 Gemeinden und 31 Vereinigungen zusammen. Die lokalen Initiativen bieten Nachbarschaftshilfe an und erledigen kleinere Arbeiten im Auftrag der Gemeinden. Sichtbare Aushängeschilder des OPE sind u.a. die Internet-Stuben in etlichen Ortschaften des Landes. Bekannt ist seine «Île aux Clowns», eine Gruppe von Clowns, die für gute Laune bei Kindern im Krankenhaus und Bewohnern von Altersheimen sorgt.
Zu Demaart
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