Nüancierter reagiert man beim OPE auf die Ankündigung mehrerer lokaler Beschäftigungsinitiativen CIG, die Konvention mit dem OPE zu kündigen. Das war am Donnerstag von OPE zu vernehmen. In den letzten Tagen war bekannt geworden, dass die CIGR von Wiltz und Syrdall sowie die CIGL von Kayl, Rümelingen und Esch aber auch Sanem ihre Beziehungen zum OPE überdenken wollen. Kayls Bürgermeister John Lorent hatte auf 100,7 gesagt, er werde am 8. April der Generalversammlung des CIGL seiner Gemeinde vorschlagen, den Vertrag mit OPE zu kündigen.
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Eine OPE-Sprecherin bestätigte uns am Donnerstag, dass sich die Beziehungen zu den CIG (Centre d’initiative et de gestion) ändern werden. Einige Beschäftigungsinitiativen aus größeren Gemeinden werden wohl eine eigene Konvention mit dem Beschäftigungsministerium abschließen, heißt es. Bisher war OPE als Dachstruktur der Ansprechpartner der lokalen und regionalen Initiativen beim Beschäftigungsministerium. Mit OPE wurden auch die Konventionen abgeschlossen, die die staatlichen Mittel garantierten, die dann zur Entlohnung der Mitarbeiter der Strukturen dienten.
Kein klarer Bruch
Fall die CIG dies wünschen, werde man sie auch weiterhin vertreten und in ihrem Namen bei den Behörden vorsprechen, heißt es aus Schifflingen, dem Sitz von OPE. Von einem klaren Bruch zwischen den CIG, die nun eigenständig werden wollen, und OPE will man dort nicht reden. Über das zukünftige Verhältnis soll nun diskutiert werden. Noch am Mittwochabend habe es diesbezügliche Gespräche gegeben. Bisher funktionierte das OPE als Dienstleister für die lokalen und regionalen Initiativen.
Als Grund für die Trennung von OPE nannte Kayls Bürgermeister John Lorent am Mittwoch das Fehlen eines Geschäftsplans beim OPE und die ungeklärte Frage der Schuldenrückzahlung. Im Oktober 2012 waren die Ergebnisse eines vom Beschäftigungsministeriums in Auftrag gegebenen Audits bekannt geworden. Dort war von mehreren Millionen Euro die Rede, die dem OPE zuviel entrichtet worden waren. Die Frage soll im Laufe des Jahres geklärt werden, heißt es von OPE-Seiten.
Die finanzielle Schieflage bei OPE hat zu einem Sozialplan bei OPE geführt. 52 von 107 Stellen müssten gestrichen werden. Ausgesprochen wurden bisher nur einzelne Kündigungen. Man bemühe sich noch, um einen neuen Job für Betroffene, heißt es.
Zu Demaart
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