Donnerstag15. Januar 2026

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Thatcher und die Sozialkultur

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Mehr als 2000 Trauergäste haben am Mittwoch der britischen Premierministerin Margaret Thatcher die letzte Ehre erwiesen. Luxemburg war durch Aussenminister Jean Asselborn vertreten.

Um am Trauerakt in der St. Pauls-Kathedrale in London teilzunehmen, hatte Außenminister Jean Asselborn seine Teilnahme an der Staatsvisite in Wien verkürzt. Während das großherzogliche Paar die letzten Stunden des Staatsbesuchs in Ober- und Unterösterreich verbrachte, nahm Asselborn am mehrstündigen Gottesdienst teil. Eine Zeremonie, die nach dem Anschlag am Montag in Boston von einem erhöhten Sicherheitsaufgebot begleitet wurde.

Asselborn bezeichnete die Verstorbene als eine Person, die nicht bei jedermann für Konsens sorgen konnte. Sie habe die amerikanische Mentalität in Wirtschafts- und Sozialfragen nach Europa gebracht. Die Sozialkultur auf dem alten Kontinent sei dadurch wesentlich geschwächt worden. Insbesondere die neuen EU-Mitgliedsländer aus Osteuropa seien stark vom Thatcherismus geprägt.

Desindustrialisierung

Gleichzeitig betonte Asselborn, dass Thatcher Großbritannien während ihrer Regierungszeit reformiert und modernisiert habe. Negative Note dabei: Die Desindustrialisierung des Landes setzte unter Thatcher ein, genauso wie das Fokussieren auf den Dienstleistungssektor. Die Folgen davon würde man heute spüren.

Für Luxemburg als kleines Land sei es wichtig gewesen, auf Regierungsebene an der Trauerfeier teilzunehmen, betonte Ausselborn.