Mehr als 2000 Trauergäste haben am Mittwoch der britischen Premierministerin Margaret Thatcher die letzte Ehre erwiesen. Luxemburg war durch Aussenminister Jean Asselborn vertreten.
17.04.2013 Mit einem Trauerzug durch London beginnen die Trauerfeierlichkeiten für Margaret Thatcher. (Tageblatt/Sang Tan)
Einige hielten Transparente hoch, auf denen "Ruhe in Scham" stand. (dapd/Matt Dunham)
"Ich bin nicht glücklich für ihr Begräbnis zu zahlen", steht auf diesem Schild. (dapd)
Andere hielten "Aber wir liebten sie" dagegen. (Tageblatt/Matt Dunham)
Der Sarg mit dem Leichnam der früheren Premierministerin wird zum Gottesdienst in der St. Paul's Kathedrale gebracht. (dapd/Miguel Medina)
(dapd)
In der Kirche wurden mehr als 2000 Trauergäste erwartet, darunter auch Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn. (dapd/Gareth Fuller)
Der ehemalige US-Außenminister Henri Kissinger, ... (Tageblatt/Christopher Furlong)
... sowie die Herzogin von York, Sarah Fergusson, nehmen Platz in der St. Paul's Kathedrale. (dapd/Christopher Furlong)
Der ehemalige britische Premier Tony Blair, sowie (dapd)
... der aktuelle Regierungschef David Cameron mit Gattin, sind bei der Trauerzeremonie um Margaret Thatcher anwesend. (dapd)
Tausende Menschen säumten den Weg des Trauerzugs durch die britische Hauptstadt. (dapd/Paul Ellis)
Um am Trauerakt in der St. Pauls-Kathedrale in London teilzunehmen, hatte Außenminister Jean Asselborn seine Teilnahme an der Staatsvisite in Wien verkürzt. Während das großherzogliche Paar die letzten Stunden des Staatsbesuchs in Ober- und Unterösterreich verbrachte, nahm Asselborn am mehrstündigen Gottesdienst teil. Eine Zeremonie, die nach dem Anschlag am Montag in Boston von einem erhöhten Sicherheitsaufgebot begleitet wurde.
Asselborn bezeichnete die Verstorbene als eine Person, die nicht bei jedermann für Konsens sorgen konnte. Sie habe die amerikanische Mentalität in Wirtschafts- und Sozialfragen nach Europa gebracht. Die Sozialkultur auf dem alten Kontinent sei dadurch wesentlich geschwächt worden. Insbesondere die neuen EU-Mitgliedsländer aus Osteuropa seien stark vom Thatcherismus geprägt.
Desindustrialisierung
Gleichzeitig betonte Asselborn, dass Thatcher Großbritannien während ihrer Regierungszeit reformiert und modernisiert habe. Negative Note dabei: Die Desindustrialisierung des Landes setzte unter Thatcher ein, genauso wie das Fokussieren auf den Dienstleistungssektor. Die Folgen davon würde man heute spüren.
Für Luxemburg als kleines Land sei es wichtig gewesen, auf Regierungsebene an der Trauerfeier teilzunehmen, betonte Ausselborn.
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