Donnerstag15. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

OPE: Es ist vorbei

OPE: Es ist vorbei

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Das Beschäftigungsministerium hat am Donnerstag alle Beziehungen zum Centre de ressources des OPE abgebrochen. Gearbeitet werde nur noch mit den CIG.

Das Beschäftigungsministerium hat am Donnerstag seine Beziehungen mit dem Schifflinger Centre de ressurce OPE mit sofortiger Wirkung beendet. Die Entscheidung fiel nach einer Zusammenkunft mit den OPE-Verantwortlichen am selben Tag. Die Zusammenarbeit erfolge direkt mit den Centres d’initiative et de gestions (CIG), heißt es vom Beschäftigungsministerium. Eine Mehrheit der lokalen und regionalen Beschäftigungsinitativen hatte das Ministerium um eine direkte Konvention gebeten. Eine Zusammenarbeit mit dem Centre de ressource des OPE sei nicht mehr möglich, so Beschäftigungsminister Nicolas Schmit Tageblatt.lu.

Bisher lief die Zusammenarbeit zwischen Beschäftigungsinitiativen und Ministerium über das OPE. Über das OPE transitierten die öffentlichen Mittel, die u.a. für die Gehälter der Betreuer und Betreuten genutzt wurden.

Mit dieser Entscheidung dürfte das Ende des OPE besiegelt sein. Das Ministerium begründet seinen Schritt mit der finanziellen Lage des OPE. Bemängelt wurde auch die Verwaltung des Netzwerks.
Die von den CIG beschäftigten und betreuten Personen seien nicht von der Maßnahme betroffen, betonte Schmit. Für die Mitarbeiter des Centre de ressource werde man nach Beschäftigungsmöglichkeiten suchen.

Millionen Euro Schulden

Die Probleme begannen für das OPE im Herbst vergangenen Jahres, nachdem die Ergebnisse eines Audits von Unternehmensprüfern bekannt geworden war. Der Struktur sollten mehrere Millionen Euro zuviel zugeflossen sein. Von Veruntreuung der Gelder war nicht die Rede. Dennoch stand OPE mit fast sechs Millionen Euro in der Kreide. Bis zuletzt wollte OPE nicht von eigentlichen Schulden sprechen. Das Geld sei überwiesen worden, weil in den Jahren 2008/2009 im Zusammenhang mit der Krise zusätzliche Personen betreut habe, dies auf Wunsch des damaligen Arbeitsministers.

Wegen der finanziellen Probleme musste OPE einen Sozialplan für 50 seiner 104 Mitarbeiter ausarbeiten. Man wolle einen Neuanfang versuchen, so OPE noch vor zwei Wochen. Problematisch gestaltete sich dieser Neuanfang jedoch, nachdem bekannt wurde, dass viele CIG dem OPE die Kooperation kündigten. Dem OPE lief damit die Kundschaft davon. Auschlaggebend war die Sitzung vom 18. April zwischen den CIG-Spitzen und der OPE asbl. Letztere wollte eine neue Form der Kooperation vorstellen, stiess jedoch auf Ablehnung bei den lokalen und regionalen CIG.

Am Freitag wird sich Arbeitsminister Nicolas Schmit nochmals mit der Delegation von OPE treffen.