Donnerstag15. Januar 2026

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Mini-Tornado über Düdelingen

Mini-Tornado über Düdelingen
(Annick Wambach)

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Am Dienstag zog eine Starkregenfront über Luxemburg. In Düdelingen wurde ein Mini-Tornado gesichtet. Jetzt gibt es Bilder von dem Wirbelsturm.

Ein Unwetter fegte über Luxemburg, gefolgt von Starkregen, Hagel und einem Mini-Tornado über Düdelingen. Tageblatt.lu-Leserin Annick Wampach aus Bettemburg hatte am Dienstag Bilder aus der Ferne von dem seltenen Naturschauspiel gemacht. Der Mini-Tornado fegte nur wenige Minuten über die Ortschaft hinweg.

Plötzlich auftretende Windhosen sind auf das Zusammenprallen kalter und warmer Luftmassen bei einem Wetterwechsel zurückzuführen. Während in Bodennähe noch warme Luftmassen vorherrschen, strömt in den oberen Luftschichten bereits kalte Luft ein.

Ein Rüssel

Diese lokalen Wirbelwinde entwickeln in der Regel Windgeschwindigkeiten von 100 bis 200 Kilometern pro Stunde. Nach Schätzung von Meteorologen können es in Extremfällen sogar bis 600 Kilometer pro Stunde sein.

Aus der Unterfläche einer Gewitterwolke entwickelt sich beim Zusammenprall der Luftmassen ein rüsselartiger Wolkenschlauch, eine sogenannte Trombe, die mit Drehbewegungen bis in Bodennähe herab reicht. Windhosen können aufgrund ihres zum Teil sekundenschnellen Entstehens oft nicht vorausgesagt werden.

Weiße Straßen

Die Wirbelwinde können einen Durchmesser von 20 bis 400 Metern haben und lösen sich in europäischen Breiten normalerweise nach wenigen Minuten wieder auf. In den USA sind solche Tornados weit häufiger anzutreffen und richten durch ihre gewaltige Sogwirkung oft verheerende Schäden an.

Das Unwetter hatte besonders im Süden von Luxemburg für Chaos gesorgt. Keller liefen voll Wasser. Gullideckel wurden aus ihren Fugen gehoben. In Zolver sorgte Hagel kurzzeitig für Winterfeeling. Einige Straßenzüge waren weiß vor Hagel. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die Abendstunden.