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1913 – 2013

1913 – 2013

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Am Mittwoch feiert das Tageblatt seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass gibt es eine 96 Seite starke Beilage zur bewegten und bewegenden Geschichte der Zeitung mit historischen 1.Seiten, einer Chronologie der letzten hundert Jahre in der Welt, in Luxemburg und im Leben der Zeitung.

Am 30. Juni 1913 erschien die allererste Ausgabe des Escher Tageblatt. Seitdem begleitete die Zeitung das Land und seine Menschen durch alle Schicksalsschläge und freudige Ereignisse.

Gegründet wurde das Tageblatt in Esch-Alzette von Paul Schröll unter dem Titel: Escher Tageblatt – Demokratisches Organ für die Interessen des Kantons Esch. Erster Chefredakteur war der Lehrer Nic. Wolff, der ab September des Gründungsjahres von Franz Clément abgelöst wurde. Ein Jahr später musste die Zeitung auf Befehl der deutschen Besatzer seine Erscheinung einstellen. Franz Clément und Paul Schroell werden mehrere Wochen lang inhaftiert.

Nach Kriegsende erlebte die Zeitung ihren ersten Umzug. Redaktion und Druckerei ziehen in ein Gebäude in der Alzette-Straße ein. 1927 verkauft Paul Schröll die Zeitung an die damaligen Freien Gewerkschaften.

Verboten

Die Machtergreifung der Nazis in Deutschland spürt die Zeitung unmittelbar. 1933 wird sie in Deutschland wegen ihrer offen antifaschistischen Ausrichtung verboten: Die Zeitung hatte das Foto eines Konzentrationslagers veröffentlicht.

1939 der nächste Umzug. Die Zeitung bezieht das Gebäude in der Kanalstraße, das der Redaktion bis heute als Arbeitsstätte dient. Im Oktober des folgenden Jahres wird die Zeitung den Nazi-Besatzern unterstellt. Sie erscheint unter dem Titel: «Tageszeitung für das Luxemburgische Industriegebiet». Mit dem alten Vorkriegs-Tageblatt hat die Zeitung nichts zu tun. Ihr Chefredakteur Franz Clément wird 1942 in Dachau hingerichtet.

Erst im September 1944 erscheint das alte Tageblatt erneut. Auf der Ersten Seite ein Portrait von Großherzogin Charlotte und die Schlagzeile: «Merci Eisenhower».

1969 wird das Gebäude in der Kanalstraße ausgebaut. 1977 dann folgt die Anschaffung einer neuen Druckmaschine. 1978: Die Zeitung stellt sich auf den modernen Offset-Druck um. Wenig später werden die ersten Rechner eingerichtet. 2001 wird das neue Druckzentrum auf Esch-Sommet eröffnet.

Modernes Medienhaus

In den letzten Jahrzehnten wuchs das Tageblatt-Haus zu einem modernen Medienunternehmen. 1997 wird die französisch-sprachige Wochenzeitung «Le Jeudi» ins Leben gerufen. Folgen 2001 «Le Quotidien» in Partnerschaft mit «Le Républicain Lorrain» und 2007 die Gratiszeitung «L’essentiel» zusammen mit Tamedia (Schweiz). Seit 1995 ist Tageblatt mit www.tageblatt.lu online.

Mehr Details über die Geschichte des und um das Tageblatt findet man in der 96 Seiten starken Beilage, die anlässlich des runden Jubiläums am Mittwoch veröffentlicht wurde.