Im nächsten Jahr läuft das Mandat von Thorbjørn Jagland als Generalsekretär des Europarates in Straßburg ab. Für eine weitere Amtszeit stehe er nicht zur Verfügung, hat Jagland, der ebenfalls Leiter des Friedensnobelpreis-Komitees ist, gesagt.
Wie das Online-Magazin euractiv.de schreibt, wird Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker von Insidern als möglicher Überraschungskandidat für das Amt gehandelt. Er würde mit Sicherheit dem Europarat eine stärkere Stimme und größeres Gewicht verleihen, heißt es da.
Potenzielle Kandidaten sollen auch der derzeitige EU-Kommissar Stefan Füle, der Franzose und Präsident der parlamentarischen Versammlung des Europarats, Jean-Claude Mignon, und die deutsche Justizminister Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sein.
Dem 1949 ins Leben gerufenen Europarat gehören 47 Staaten, darunter alle 28 EU-Länder, an. Er ist die führende Organisation für Menschenrechte in Europa. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ist eines seiner Arbeitsorgane. Sitz der rund 2200 Angestellten zählenden Organisation ist Straßburg. Ihr Gesamtbudget belief sich 2013 auf 404 Millionen Euro. Finanziert wird es vor allem von den Mitgliedsstaaten.
Juncker selbst hat bisher stets betont, dass er auch weiterhin Nationalpolitik machen wolle, wenn nicht als Premierminister nach als Abgeordneter.
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