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Politisch neutral, trotz Kandidatur des Chefs

Politisch neutral, trotz Kandidatur des Chefs

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LUXEMBURG - Der ACL (Automobile Club du Luxembourg) betont, politisch neutral zu sein. Die Kandidatur von Direktor Daniel Tesch auf der DP-Liste sei eine rein persönliche Entscheidung gewesen.

Der ACL verteidige die Rechte der Autofahrer, heißt es in einer Mitteilung der Organisation. Er müsse in dieser Rolle auch Einfluss auf die Politik nehmen. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, sei es wichtig, politisch neutral zu bleiben, so der Automobil-Club am Freitag. Kritik war in den letzten Tagen wegen der Kandidatur von ACL-Direktor Daniel Tesch auf der DP-Zentrum-Liste geäußert worden.

Die Kandidatur des ACL-Direktors für die kommenden Parlamentswahlen sei eine persönliche Entscheidung gewesen, so der ACL. Sie dürfe auf keinen Fall in Verbindung mit dem ACL gebracht werden. Deswegen müssten die Äußerungen von Daniel Tesch während der Wahlkampagne losgelöst vom ACL gesehen werden. Der ACL-Chef habe auch entschieden, keine Kommentare über Dossiers abzugeben, die dem Ruf oder der Integrität des Automobile Clubs schaden könnten, betont der ACL.

Politisches Programm

Und die Zahl der Dossiers nehme nicht ab. Forderungen und Kritiken hat der ACL zuhauf. Um besser auf die Bedürfnisse seiner Mitglieder eingehen zu können, hat die Vereinigung eine Umfrage durchgeführt. Nur Vorschläge und Kritiken, die von mehr als 75 Prozent der befragten Mitgliedern getragen werden, sind in den Forderungskatalog des ACL eingeflossen.

Der ACL fordert unter anderem eine bessere Sensibilisierung bei Jugendlichen und Fahranfängern, was die Sicherheit im Straßenverkehr betrifft. Es werden ebenfalls Infrastruktur-Verbesserrungen angeregt. Gefährliche Strecken, Kreuzungen, sogenannte «schwarze Punkte» des Verkehrsnetzes müssen verschwinden. Der ACL schlägt auch Geschwindigkeitsbegrenzungen an besonders gefährlichen Stellen vor.

Das Ziel sei nicht die Mobilität zu unterbinden, so der ACL. Sie müsse nur effizienter werden. So fordert der Club unter anderem mehr Park&Ride und eine Aufstockung des öffentlichen Verkehrsangebots. Die bestehenden Parkplätze in den Städten müssten erhalten werden. Das Geld des Mobilitätsfonds (mehr als 650 Millionen Euro) müsse effizienter genutzt werden, so der ACL.

Ein anderes großes Anliegen des ACL ist die technische Fahrzeug-Kontrolle. Hier wird eine Markt-Öffnung gefordert. Um die langen Wartezeiten zu verhindern, schlägt der ACL vor, die erste Fahrzeugkontrolle erst nach vier Jahren durchzuführen. Die zweite Überprüfung soll zwei Jahre danach erfolgen. Nach sechs Jahren könnte man dann die Fahrzeuge jährlich kontrollieren. Bei den Kontrollen ohne Termin müsse unbedingt ein flexibleres System her. Und um die Warteschlangen an den Schaltern zu reduzieren, wird gefordert, verschiedene administrative Prozeduren per Post oder via Internet abzuwickeln.