Sonntag18. Januar 2026

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Die DP hat ihre Vorschläge

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LUXEMBURG - Pünktlich zur Rentrée und nur zwei Tage vor dem offiziellen Beginn des Wahlkampfs stellte die DP am Mittwoch ihr bildungspolitisches Arbeitspapier vor.

Die Schulreformen der letzten Jahre hätten sich mit abstrakten Konzepten und mit der Frage der Bewertung befasst und nicht mit dem Unterricht an sich, so die Kritik von Seiten der Liberalen am Mittwoch.

Die Bildungspolitik wird sicherlich eines der Themen sein, die den Wahlkampf beherrschen werden und die Lehrer und Eltern von Schülern stellen einen Großteil der Wählerschaft dar. Somit ist es wenig erstaunlich, dass André Bauler die Vorschläge der DP am Mittwoch als einen „Gegenentwurf zur aktuellen Bildungspolitik“ definierte. Die Reformen seien Luftschlösser geblieben, die positiven Effekte in den Schulen seien jedoch ausgeblieben, schlussfolgerte Bauler.

Die bereits gestimmten Reformen will man aber nicht wieder rückgängig machen, sondern abändern. Was den Sekundarunterricht betriff, wo sich derzeit ein Gesetzesentwurf auf dem Instanzenweg befindet, plädierte Bauler für eine detaillierte Problemanalyse.

In Klassensälen ansetzen

In Sachen Bildungspolitik wollen die Liberalen in den Klassensälen ansetzen. Der wichtigste Faktor für eine Verbesserung der Schule sei die Arbeit des Lehrers. Deshalb soll die Ausbildung der Lehrer professionalisiert und praxisnäher gestaltet werden. Der Lehrer müsse ein „Lehr- und Lernexperte sein“, meint die DP. Ein weiterer Vorschlag ist die Möglichkeit eines „Eignungstest“, der den Studenten helfen soll, zu entscheiden, ob sie den Beruf des Lehrers erlernen und ausüben wollen.

Scharfe Kritik übte Bauler an den vorhandenen Lehrmaterialien. Diese seien oftmals veraltet. Laut DP müsse ein Pool an Lehrbücher ausgearbeitet werden. Dabei sollen Übungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden eine individualisierte Förderung der Schüler ermöglichen.

Zukunftsprojekt für jeden Schüler

Trotz der scharfen Kritik fand die DP aber auch eine rezente schulische Neuerung, die sie begrüßt: das Tutorat. Allerdings wollen die Liberalen, dass der Tutor den Schüler während dem ganzen Lyzeum begleitet. Zudem benötige jeder Schüler ein „Zukunftsprojekt“. Darin soll der Schüler seine Interessen, Schwächen und Stärken analysieren. Das Ziel sei es, eine realistische Orientierung zu ermöglichen.

Keine Überraschung ist, dass die DP auch weiterhin an ihrer Forderung eines Schuldirektors in den Grundschulen festhält. Des Weiteren wollen die Liberalen eine stärkere Einbindung der Eltern. Um den Austausch zu fördern, sollen moderne Kommunikationsmittel wie SMS und E-mail eingesetzt werden.

Was die spezifische Sprachensituation in Luxemburg angeht, schlägt die DP vor, die Förderung der Luxemburger Sprache in der Vorschule auszubauen, Wahlmöglichkeiten in Bezug auf die Unterrichtssprache in den Nicht-Sprachefächern zu schaffen und Kompetenzsockel bei der Einschulung festzulegen.