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Angst vor chinesischem Partner

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Vom Regen in die Traufe? Das befürchtet man bei der Cargolux-Belegschaft mit dem sich nun anbahnenden Deal zwischen der Regierung und Abgesandten der chinesischen Provinz Henan.

Vor einer Woche weilte eine Delegation hoher Beamter aus der chinesischen Henan-Provinz und der Investmentgesellschaft HNCA (Henan Civil Aviation Development and Investment Company) in Luxemburg. Hier besuchten sie das Cargocenter und die Cargolux. An deren Anteilen sind die Abgesandten der Provinz Henan interessiert, genauso wie die chinesische HNA-Gruppe, die mehrere Fluggesellschaften besitzt. Mit HNCA wird bereits intensiv verhandelt, hieß es vergangene Woche aus dem Nachhaltigkeitsministerium.

Nicht die Verhandlungen an sich beunruhigen die Belegschaft. Nach Informationen aus den Verhandlungskreisen würden die chinesischen Partner weitreichende Forderungen stellen. So müsste im Falle einer Vereinbarung ein Teil der Cargolux-Flotte in China immatrikuliert werden. Auch müsste die Wartung der Maschinen in der entfernten Provinz erfolgen. Erinnerungen an die Erfahrungen mit den katarischen Cargolux-Anteileignern werden wach. Auch da war von einer Auslagerung der Wartungsarbeiten die Rede, so Hubert Hollerich vom OGBL. Arbeitnehmer mit einer Betriebszugehörigkeit von über 30 Jahren könnten ihren Job verlieren, heißt es.

In einem von den Ausschusspräsidenten von Luxair und Cargolux unterschriebenen Schreiben fordert der OGBL ein Dringlichkeitstreffen mit Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler und Wirtschaftsminister Etienne Schneider. Das Gesetz über Mitbestimmung müsse eingehalten werden, dem neuen Anteilseigner sollte eine Sperrminorität verweigert werden, erinnert die Gewerkschaft an ihre Forderungen.