Der Ministerrat hat am Freitag einen Gesetzesentwurf für den Bau eines neuen Gefängnisses am Standort „Uerschterhaff“ in Sanem verabschiedet. Nicht mehr als 155,65 Millionen Euro dürfen für die Errichtung des Komplexes ausgegeben werden, heißt es.
Das neue Gebäude soll die bereits bestehenden Vollzugsanstalten in Schrassig und Givenich entlasten. Des Weiteren will die Regierung mit dem Neubau Verdächtige und Untersuchungshäftlinge von den rechtskräftig verurteilten Sträflingen trennen.
Die Haftanstalt in Schrassig wurde 1984 gebaut und 2002 erweitert. Der Komplex kann bis zu 600 Häftlinge aufnehmen.
Das neue Untersuchungsgefängnis hingegen besteht aus vier Gebäudeblocks mit 36 Wohnungseinheiten und kann bis zu 400 Häftlingen aufnehmen. Jede Wohnungseinheit setzt sich aus mehreren Zellen – geschaffen für eine oder zwei Personen – und einem Ess- und Freizeitraum zusammen. Des Weiteren wird das Gefängnis mit Zellen für suizidgefährdete oder aggressive Personen ausgestattet. Der Aufenthalt in den besagten Zellen wird allerdings nur temporär sein. Auf dem Areal soll auch ein Gebäude entstehen, wo bis zu 60 Polizisten untergebracht werden können. Letztere sollen für den Gefangenentransport verantwortlich sein.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können