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Ein offenes Spiel

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LUXEMBURG - Eine Neuauflage von Schwarzrot oder Schwarzblau wie zwischen 2004 und 2009 oder doch eine Dreierkoalition LSAP-DP-déi gréng? Es darf spekuliert werden.

Die CSV-Chefs haben es mehrfach angedeutet. Mit einer Wiederholung des Ergebnisses von 2009 rechnen sie nicht. Zu schwer wiegen die verschiedenen Affären, insbesondere die Geheimdienst-Akte, die zum definitiven Bruch in der Koalition führen sollte. Er gebe sich mit 21 bis 22 Sitzen zufrieden, hat CSV-Spitzenkandidat Jean-Claude Juncker in den vergangenen Tagen unterstrichen. Ws dem Durchschnitt der CSV-Resultate entspreche.

Tatsächlich hatte seine Partei 2009 mit 26 Mandaten ihren bisherigen Höchststand erzielt. Gegenüber den Wahlen von 2004 hatte sie zwei Mandate hinzugewonnen, dabei war bereits der 2004er Wahlgang für die CSV ein äußerst erfolgreicher gewonnen, hatte sie doch gegenüber 1999 gleich fünf Mandaten hinzugelegt. In nur zehn Jahren hatte die Partei sieben Mandate gewonnen, ihren Stimmenanteil hatte sie von 30,10 Prozent 1999 auf 38,04 Prozent verbessert.

Der kleine Koalitionspartner verliert

Während der bisherige Koalitionspartner 2009 nochmals kräftig zulegte, verzeichnete die LSAP Stimmeneinbußen. Sie ging von 23,37 Prozent im Jahr 2004 auf 21,56 Prozent zurück, verlor dabei einen Parlamentssitz um auf das 1999er Wahlergebnis von 13 Mandaten zurückzufallen. Auch die DP sah 2009 ihre Sitzzahl weiter schrumpfen und das nachdem sie bereits 2004 nach einer einzigen Regierungsperiode von 15 Mandate auf 10 zurückgefallen war. Seit 2009 zählte sie noch neun Mandate im Parlament.

Déi gréng blieben ihrerseits 2009 stimmenmäßig quasi auf ihr 2004er Niveau mit 11,71 Prozent. Auch ihre sieben Mandaten konnten sie in die neue Legislaturperiode mit rübernehmen, obwohl sie mit mehr gerechnet hatten. 1999 hatten sie mit 9,08 Prozent der Stimmen fünf Mandate errungen. Schlechter sah es dagegen bei der ADR aus. 2009 verlor sie die Fraktionsstärke, von fünf blieben ihr vier Mandate. Dabei war bereits 2004 eine Katastrophe für die ADR gewesen, als sie den Verlust von zwei Mandaten verkraften mussten. Zuletzt war die Partei nur noch durch zwei Abgeordnete vertreten.

Vor allem die ADR geht mit schlechten Karten in diese Wahlen. Sie muss auf zwei Zugpferde verzichten, Jacques-Yves Henckes im Zentrum und Jean Colombera im Norden. Doch auch andere Parteien müssen auf Stimmenbringer verzichten: Fernand Boden, Lucien Clement, Marie-Josée Franck, Norbert Haupert und Lucien Weiler bei der CSV, Ben Fayot, Mady Delvaux und Jean-Pierre Klein bei der LSAP. déi Lénk müssen ihrerseits auf André Hoffmann verzichten.