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DP und déi Lénk sind die Wahlgewinner

DP und déi Lénk sind die  Wahlgewinner

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Luxemburg hat gewählt. Gewinnerin ist die DP. Sie verbessert sich von neun auf dreizehn Mandate. Eine Dreierkoalition ohne CSV ist rein rechnerisch möglich geworden. Die CSV beharrt auf ihre Führungsposition.

Anders als in der Vergangenheit ist am 20. Oktober nicht der kleine Koalitionspartner der große Verlierer der Wahl. Die LSAP büßt ein knappes Prozent ein. Stärker fällt das negative Urteil dieses Mal für die CSV aus, die einen Verlust von 4,5 Prozent im Vergleich zu 2009 einstecken muss. Die LSAP behält ihre dreizehn Mandate, die CSV verliert deren drei, bleibt mit 23 jedoch stärkte Partei.

Wahlgewinner sind die Liberalen um Präsident Xavier Bettel. Mandate kann seine Partei im Zentrum (+2), im Süden (+1) und im Osten (+1) hinzugewinnen. Aus bisher neun Parlamentssitzen werden dreizehn. Katerstimmung hingegen bei déi gréng. Sie hatten mit einem dritten Sitz im Süden geflirtet, müssen jedoch im Zentrum den Verlust eines Mandats verschmerzen.

déi Lénk – Wahlgewinner

Zu den Gewinnern des Wahlgangs zählt auch déi Lénk. Sie gewinnt im Wahlbezirk Zentrum ein Mandat. Wider Erwarten kann die ADR im Zentrum ihr Mandat retten, verliert jedoch im Norden. Zusammen mit den zwei Südmandaten verfügt die Partei nunmehr über drei Sitze im Parlament. 2009 hatte sie vier Sitze errungen, hatte jedoch Ende 2012 deren zwei verloren.
Einen Achtungserfolg konnte die Piratepartei erzielen. Ihr gelang es auf Anhieb fast drei Prozent zu erzielen. Kaum eine Rolle spielten KPL und PID.

Trotz empindlicher Stimmenverlust sah sich die CSV am Sonntagabend keinesfalls als Wahlverlierer. Bereits früh am Abend hatten CSV-Spitzenvertreter wie Ehrenstaatsminister Jacques Santer und EU-Kommisarin Viviane Reding die Marschrichtung der CSV nach den Wahlen angedeutet. Sie wurde später am Abend von Noch-Premierminister Jean-Claude Juncker bestätigt: Die CSV erhebt den Führungsanspruch seiner Partei. Sie sei mit Abstand noch immer stärkste Partei.

Der bisherige Koalitionspartner LSAP zeigte sich zufrieden. Mit 13 Mandaten sei man bereit, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Rein rechnerisch ist die viel zitierte Dreierkoalition LSAP-DP-déi gréng möglich. Sie käme auf 32 Mandate. Eine klare Aussage dazu wollte jedoch DP-Präsident Xavier Bettel am Sonntagabend noch keine machen. Anders mehrere LSAP-Sprecher, die derlei Kombination nicht auschließen wollten, nachdem klar war, dass die eigene Partei ihre 13 Sitze wahren konnte. Auch déi gréng-Sprecher zeigten sich dieser Möglichkeit am Sonntagabend nicht abgeneigt.

Kommentare und ausführliche Analysen in der Montagsausgabe des Tageblatts.