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Kollektivvertrag soll verlängert werden

Kollektivvertrag soll verlängert werden

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LUXEMBURG - ArcelorMittal schlägt den Gewerkschaften vor, den Kollektivvertrag bis zum 15. Dezember zu verlängern. Die Direktion stellt aber Bedingungen. Der OGBL lehnt diese aber ab.

Der Stahlriese hat am Donnerstag die Gewerkschaften und den Schlichter darüber informiert, man plane den Kollektivvertrag, der Ende November ausläuft, bis zum 15. Dezember zu verlängern.

Die Direktion stellt aber Bedingungen, so der OGBL-Gewerkschaftssekretär Jean-Claude Bernardini zum Tageblatt. Zuerst verzichten beide Parteien, die Schlichtung als gescheitert zu erklären. Dann sollen die Diskussionen über den neuen Kollektivvertrag erst beginnen, wenn die Verhandlungen über den Wettbewerbsplan des Unternehmens abgeschlossen sind. Die Gewerkschaften hätten die tiefgehendere Gespräche über die Wettbewerbsfähigkeit der Firma angefragt, so ArcelorMittal am Donnerstag. Die Firmenführung möchte diesen Wettbewerbsplan in den Kollektivvertrag integrieren. Dem widerspricht der OGBL. Man habe lediglich einen Industrie-Strategie-Plan für Luxemburg gefordert, so Bernardini zum Tageblatt.

Wettbewerbsfähig bleiben

ArcelorMittal betont des Weiteren, dass die Wettbewerbsafähigkeit ein Schlüsselelement für das Überleben der Stahlproduktion in Luxemburg sei. Die Produktivität müsse unbedingt gesteigert werden. Parallel müssten die Kosten, darunter auch die Lohnkosten, gesenkt werden.

Das «Lux2016»- Abkommen sieht 150 Millionen Euro an Investitionnen im Großherzogtum bis 2016 vor, so der Stahlriese in der Mitteilung. ArcelorMittal habe in diesem Zusammenhang eine Machbarkeitsstudie für die Modernisierung der Walzstraße für Spundwände auf Belval in Auftrag gegeben, heißt es.

ArcelorMittal ruft die Gewerkschaften dazu auf, bis zum 31. Oktober die Kollektivvertragsverlängerung zu unterzeichnen. Die Gewerkschaften ihrerseits erklären sich bereit, weiter zu verhandeln, aber nicht unter Druck, so Jean-Claude Bernardini. Der OGBL hat am Freitagnachmittag ein Treffen mit dem Personalausschuss der Stahlfirma organisiert, um ihm die Vorschläge der Firmenleitung zu unterbreiten. Dabei wurden die Vorbedingungen zur Weiterführung der Kollektivvertragsverhandlungen abgelehnt.