
René Kollwelter ist Präsident der Kockelarena asbl.. Seit 2005 schmiedet er andere Pläne für ein nationales Fußballstadion. Erst am Montag rührte er im Tageblatt die Werbetrommel für den Standort Kockelscheuer. Am Dienstag legt er mit Zahlen nach. Laut einer Untersuchung des Interessenvereins Kockelarena mit Hilfe eines Notars sei der Standort Kockelscheuer riesig und die meisten Flächen würden in öffentlicher Hand liegen. Rund 72 Hektar Fläche stehen zur Verfügung, heißt es. Davon hält die Stadt Luxemburg rund 45 Hektar, was 62,6 Prozent der Gesamtfläche ausmacht. Der Staat besitzt fünf Hektar (6,9 Prozent der Gesamtmenge). Die restlichen 30,5 Prozent liegen in privater Hand.
Zwischen den Grünflächen (Erohlungsgebiet) sei Kollwelters Meinung genug Platz für ein neues Sportzentrum. Er wiederholt in einem Schreiben auch seine Aussagen von Montag. Er spricht bei der Fläche vom Standort Kockelscheuer von einem «starken Argument». Es müsse keine vier, sondern einen Standort für ein Fußballstadion, ein Velodrom, eine Leichtathletik-Arena und auch ein Rugby-Spielfeld geben.
«Öffentliche Lügen»
Die Finanzierung des Projekts könne laut Kollwelter über den Verkauf des Stade Josy Barthel laufen. Er spricht dabei von mehr als 65 Millionen Euro Erlös.
René Kollwelter ist sauer auf die politischen Verantwortlichen. In seinem Schreiben spricht unter anderem von «öffentlichen Lügen» und «Irreführung» der Öffentlichkeit. Dabei nennt er den ehemaligen Bürgermeister der Sadt Luxemburg Xavier Bettel (DP) sowie Sportminister Romain Schneider (LSAP).
Zu Demaart
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