Mittwoch21. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

«HNCA-Angebot war das Beste»

«HNCA-Angebot war das Beste»

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

LUXEMBURG - Das HNCA-Angebot für die Übernahme der Cargolux-Anteile war das Beste. Das sagt Cargolux-Verwaltungsratspräsident Paul Helminger in einem Gespräch mit „Le Quotidien“ am Montag.

Drei Angebote lagen der Regierung und der Cargolux für die Übernahme von 35 Prozent der Anteilscheine der Frachtfluggesellschaft vor. Lediglich eins davon, das von HNCA, habe den Ausschreibungsbedingungen entsprochen, so Verwaltungsratspräsident Paul Helminger am Montag im „Le Quotidien“. Die Investitionsgesellschaft aus der chinesischen Provinz Henan habe sich nicht nur bereit erklärt, die 35 Prozent Anteile zu übernehmen. Sie beteiligt sich rückwirkend an der letztjährigen Kapitalaufstockung in Höhe von 100 Millionen Dollar und wird auch bei der anstehenden Kapitalerhöhung von 175 Millionen Dollar mitmachen. Außerdem habe HNCA einen Geschäftsplan vorgelegt, so wie das vom potenziellen Partner gefordert worden war.

Außer HNCA hatte sich laut Helminger eine weitere chinesische Gesellschaft und eine US-Finanzgruppe um die Cargolux-Anteile beworben. Beide hätten jedoch eine staatliche Rückkaufgarantie gefordert. Was unannehmbar gewesen sei, so Helminger. Einen strategischen Entwicklungsplan habe auch nicht vorgelegen. Als weiteren Vorteil des neuen Partners nennt Helminger, dass HNCA keine Fluggesellschaft ist, sondern eine Provinz. Das sei die SNCI der Provinz Henan, so Helmingers Vergleich. Die SNCI ist die Luxemburger Nationale Kredit- und Investitionsgesellschaft.

«Nicht auf Gedeih und Verderb an HNCA gebunden»

Anders als von Kritikern befürchtet sei Cargolux nicht auf Gedeih und Verderb an HNCA gebunden, meint der Verwaltungspräsident. Dass angeblich sechs von zwanzig Flugzeugen in Zhengzhou stationiert werden sollen, sei nirgendwo schriftlich vermerkt, sagt er. Einer möglichen jointventure in China müsste eine Marktstudie vorausgehen. Nur wenn beide Seiten davon überzeugt seien, würde derlei Unternehmen gegründet. „Das Abkommen verpflichtet uns zu nichts in diesem Bereich“, betont Helminger.

Sollten die derzeit geplanten vier wöchentlichen Flüge der Cargolux nach Zhengzhou verlustbringend sein, bestehen chinesische Subventionsmechanismen, um den Ausfall zu kompensieren.