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Acht Monate beim Denkmalschutz

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LUXEMBURG - Rätselraten um einen hohen Beamten, der jahrelang ein Gehalt bezogen haben soll für eine bisher nicht näher bezeichnete Aufgabe.

Im Hochschulministerium werde ein Mitarbeiter im Grad E 8 bezahlt, der seit vier Jahren nicht an seinem Arbeitsplatz gesehen ward, hatte das Tageblatt am Freitag gemeldet. Besagter Beamter wurde zu Gründungszeiten der Universität Luxemburg als administrativer Direktor an die Uni entsendet („détaché“), die er allerdings nach etwa einem Jahr verließ. Anschließend, so hatte Schulminister Claude Meisch am Freitag gesagt, wurde er noch einige Zeit an „Sites et monuments“ „verliehen“, wo es noch Spuren seiner Arbeit gab; diese Spuren fehlen nun allerdings seit vier Jahren.

Das Kulturministerium bestätigte am Dienstag, dass der genannte Beamte in der Denkmalschutzbehörde gearbeitet hat. Knapp ein halbes Jahr war er da, heißt es. Dann sei er in seine ursprüngliche Verwaltung zurückgekehrt.

Bei der Denkmalschutzbehörde sollte der Beamte sich mit der Implementierung eines Verwaltungsmechanismus für die Kredite der Behörde beschäftigen. Das Schreiben mit der neuen Aufgabenbeschreibung sei von der damaligen Staatssekretärin im Kulturministerium unterschrieben worden. Das war zu jenem Zeitpunkt Octavie Modert (CSV). Die Mission endete Ende Februar 2009. Mit der anschließenden beruflichen Laufbahn des Betroffenen seien weder die Denkmalschutzbehörde noch das Kulturministerium befasst gewesen.

Claude Meisch zufolge sei während 48 Monaten ein staatliches Gehalt ohne Gegenleistung geflossen.