Donnerstag22. Januar 2026

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RTL DNR – Projekt abgelehnt

RTL DNR – Projekt abgelehnt

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LUXEMBURG - Die Regulierungsbehörde für den audiovisuellen Bereich Alia hat das Vorhaben von RTL und Luxemburger Wort, ein französischsprachiges Programm RTL 2 zu betreiben, abgelehnt.

Laut Informationen von wort.lu hat die „Autorité Luxembourgeoise Indépendante de l’Audiovisuel“ (Alia) das Vorhaben der Medienhäuser RTL und Luxemburger Wort, ein gemeinsames französischsprachiges Rundfunkprogramm RTL 2 zu betreiben, abgelehnt. Vorgesehen war die Übernahme der bisher von DNR benutzten Frequenzen 102.9, 104.2 und 107.7. DNR hätte faktisch aufgehört, zu exisieren.

Das neue Programm sollte vor allem musikalische Sendungen anbieten, die in Zusammenarbeit mit dem französischen RTL 2 erstellt worden wären. Der luxemburgische Beitrag wären hauptsächlich Nachrichtenblöcke gewesen. Ob die beiden Medienhäuser Rekurs gegen die Entscheidung der Alia einlegen, ist derzeit noch nicht gewusst, so wort.lu.

Unseren Informationen zufolge war einer der Ablehnungsgründe die Tatsache, dass es sich bei den zu benutzenden Frequenzen um nationale Frequenzen handelt, das Zielpublikum jedoch ein internationales sei.

Die Alia hatte zuerst die betroffenen Medienhäuser informiert. Die Regulierungsbehörde werde sich im Laufe des Tages öffentlich äußern, hieß es am Dienstagmorgen.

Weg vom ursprünglichen Gedanken der Radioliberalisierung

Kritiker des Vorhabens befürchteten mit dem geplanten Projekt eine Rückkehr zur Quasi-Monopolstellung eines Rundfunkhauses in Luxemburg. Die Frage beschäftigte am Montag auch den Parlamentsausschuss für Medien.

Mehrere Abgeordneten warfen dort die Frage einer Überprüfung der radiophonen Landschaft in Luxemburg auf. 1992 waren aufgrund der Luxemburg zuerkannten Frequenzen vier Rundfunknetze gebildet worden. Zwei von ihnen Eldoradio und DNR hätten sich im Laufe der Zeit dem kommerziellen nationalen Radio RTL angenähert, heißt es auf der Web-Seite des Parlaments nach der Ausschusssitzung von Montag. Latina gehöre heute der Gruppe St.Paul an. Einzig unabhängiges Radio sei Radio Ara.

Doch Radio Ara steckt derzeit in größeren Schwierigkeiten. So werden die Programme, die auf einer von Ara benutzten Frequenz, 103.3, von einem belgischen Sender auf 103.2 gestört. Aus eigenen Mitteln kann die Station diese technischen Probleme kaum beheben, daher wandte sie sich an die Abgeordneten. Diese wollen der Regierung vorschlagen, kleinen Radiostationen eine zeitlich begrenzte finazielle Hilfe zu gewähren. Genannt werde kleine Akteure der radiophonen Welt, die sich für den Pluralismus in der Radiolandschaft einsetzen und in einer außergewöhnlichen Lage stecken.