Donnerstag22. Januar 2026

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Diddelenger auf Facebook

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Ein ganz neues Phänomen zeigt sich seit etwa einer Woche auf Facebook. Einwohner einer Ortschaft bekennen sich zu ihrer Stadt. Ein Austausch zwischen den Generationen, wie es sich der Initiator dieser Bewegung nie erwartet hätte.

Diesen Erfolg hätte sich Luc Schaaf alias „Luc de France“ auf Facebook nie erwartet, als er vor etwa einer Woche diese Gruppe auf Facebook gründete. Fast 1.000 Düdelinger fanden sich am Sonntagnachmittag auf dem Rathausplatz ihrer Heimatstadt ein, um spontan zusammen in Erinnerungen zu schwelgen.

Ein „Auswanderer“, Luc lebt seit einigen Jahren wegen der hohen Immobilienpreise Luxemburgs im nahen Grenzgebiet, kam auf diese geniale Idee, die anfangs nur gedacht war, um alte Erinnerungen und Fotos unter Freunden auszutauschen. Den großen Erfolg kann man anhand verschiedener Aussagen auf dieser Facebook-Seite unter die Lupe nehmen. Eine symptomatische Aussage war: „Ich musste meiner Mutter ein Facebook-Account aufmachen, damit sie sich die tausende von Bildern ihrer Heimat ansehen kann.“ Dieser Satz zeigt, dass sich hier Menschen aller Generationen tummeln und Fotos aller Epochen veröffentlicht werden.

4.000 Mal geliked

Erwähnenswert ist auch die Idee von Steven Hansen, der zusammen mit ein paar Kollegen die Herausgabe eines Buches mit Düdelinger Anekdoten plant. Alle Ideen sind hier willkommen und können den „Diddelenger“ per Mail mitgeteilt werden. [email protected]

Als sich nach einer Woche fast 4.000 Düdelinger jeden Alters der Gruppe angeschlossen hatten und Tausende von Fotos publiziert worden waren, kam Steve Hermes die Idee, zu einem spontanen Treffen aufzurufen.

Innerhalb weniger Stunden hatten sich schon hunderte Düdelinger angemeldet. Deshalb war die Spannung groß, ob und wer denn alles kommen würde.

Bei besten Wetterbedingungen und trotz Kavalkade, Sportevents und anderen Veranstaltungen hatten geschätzte 1.000 Düdelinger sich dazu entschlossen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Der Rathausplatz eignete sich hervorragend zu diesem Treffen und spontan hatte ein Cafébesitzer einen Getränkestand aufgebaut. Man konnte beobachten, dass die Gruppe in permanenter Bewegung war.

Die Teilnehmer flanierten und trafen Bekannte, alte Freunde und Kollegen, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hatten. Sogar die Gemeinde und der Schöffenrat, Loris Spina sowie Bob Claude, waren vertreten, aber auch Abgeordnete, wie z.B. Claudia Dall’Agnol ließen es sich nicht nehmen, bei dieser Veranstaltung anwesend zu sein.

Das „Café Sins“ zeigte seine Solidarität mit der Ortschaft und spendierte ab 16.00 Uhr Freibier für die Teilnehmer.