Seit einigen Jahren steigt die Jugendarbeitslosigkeit, so der Ceps-Instead in seiner Studie. Als Reaktion haben die Regierungen spezielle Arbeitsplatz-Förderprogramme für junge Leute im Alter zwischen 15 und 24 Jahren entwickelt. Trotz aller Maßnahmen hätte die Jugendarbeitslosenrate 2012 aber bei 19 Prozent gelegen, so die Ergebnisse der Untersuchung. Bei den Arbeitnehmern im Alter über 25 Jahren liegt die Arbeitslosenrate bei 15 Prozent.
Das Umfrage-Institut stellt auch fest, dass die Zahl der Personen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren mit einem Führerschein sinkt. Waren 2008 noch 91 Prozent im Besitz der Fahrerlaubnis, so sank die Zahl 2012 auf 82 Prozent. Nun hätten US-amerikanische Studien jedoch gezeigt, dass der Führerschein ein wichtiges Argument bei der Arbeitsplatzbeschaffung darstellt.
Unterschiede
In Luxemburg haben mehr Männer als Frauen ihren Führerschein gemacht. In der Alterskategorie 25 – 64 Jahren haben 95 Prozent der Männer, aber lediglich 87 Prozent der Frauen einen Führerschein. Bei den unter 24-Jährigen beträgt der Prozentsatz 84, respektive 81 Prozent.
Unterschiede gibt es auch bei der Staatsangehörigkeit. Luxemburger (87 Prozent) haben öfters einen Führerschein in der Tasche als Ausländer (74 Prozent). Bei der Bevölkerung über 25 Jahre besitzen 94 Prozent der Luxemburger und 87 Prozent der Ausländer eine Fahrerlaubnis.
Der Ceps-Instead stellte auch eine Verbindung zwischen der Bildung und dem Besitz eines Führerscheins fest. Während bei den 18 bis 24-Jährigen mit niedrigem Schulabschluss nur 74 Prozent einen Führerschein gemacht haben, dürfen 93 Prozent der Absolventen einer Hochschule einen Wagen lenken. Bei den über 25-Jährigen sind es 80, respektive 97 Prozent.
Bei Personen ohne Arbeit oder Arbeitslosen sucht man öfters vergebens einen Führerschein, als bei Menschen die in einem Arbeitsverhältnis stehen.
49 Monate unter Beobachtung
Das Ceps-Instead hat während 49 Monaten mehrere Arbeitslose begleitet. 83 Prozent der Arbeitssuchenden mit Führerschein schafften es innerhalb dieser Zeit eine neue Stelle zu finden gegenüber 79 Prozent der Führerscheinlosen. Bei den Jugendlichen mit Fahrerlaubnis stieg die Zahl der Erfolge bei der Arbeitssuche auf 95 Prozent, gegenüber 87 Prozent, wenn man nicht «mobil» war. Führerschein-Inhaber fanden schneller einen Arbeitsplatz. Sie wurden im Durchschnitt innerhalb von neun Monaten angestellt. Arbeitslose ohne Führerschein brauchten dagegen 11 Monate, ehe sie eine neue Stelle bekamen. Im Durchschnitt sank die Suchzeit bei Personen über 25 Jahre mit einem Führerschein um über 30 Prozent, bei Jugendlichen sogar um 38 Prozent.
Männer mit Führerschein finden des Weiteren schneller einen neuen Arbeitgeber als Frauen. Bei Personen ohne hohen Schulabschluss erhöht ein Führerschein die Erfolgsaussichten bei der Arbeitssuche, betont Ceps-Instead. Schließlich haben «mobile» Luxemburger bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als ihre ausländischen Mitbürger.
Zu Demaart
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