Die Industrie-Produktion sinkt in Luxemburg. Dennewald findet es denn auch verfrüht, von einem konjunkturellen Aufschwung zu reden, zumal die Lage im Bausektor ähnlich schwierig sei (minus 4,3 Prozent).
Beim Export verliere die Luxemburger Industrie weiter Marktanteile. Dies führe unweigerlich zu weniger Produktion und Beschäftigung und schließlich zu geringeren Investitionen.
„Kompetitivitätsschock» gefordert
Aus diesem Grund bedürfe es eines „Kompetitivitätsschocks“, so die Fedil, womit kein Sozialabbau gemeint sei, sondern die Einführung von Regeln, die einen ausgeglichenen Wettbewerb mit den ausländischen Betrieben erlaube.
Immerhin habe die neue Regierung offensichtlich den Ernst der Lage erkannt; Dennewald begrüßte die Entscheidung, die Ausgaben einzuschränken, auch wenn der Verband kritisiert, dass 60 Prozent der Einsparungen bei den Investitionen getätigt werden.
Index: Skepsis
Dass die Regierung zögere, die Indexmodulierung nach 2014 beizubehalten, stört die Fedil allerdings, die skeptisch auf den Vorschlag von Staatsminister Bettel reagiert, der angeregt hatte, die Sozialpartner sollten in dieser Frage noch vor dem Sommer eine Übereinkunft finden.
Die Anstrengungen, die bei der wirtschaftlichen Entwicklung und Diversifikation unternommen werden, seien durchaus begrüßenswert. Auch die angekündigte Entwicklung in den Bereichen ICT, Ökotechnologien, Logistik und Biotechnologien wird von der Fedil unterstützt; allerdings müsse dies schneller als bislang geschehen.
«Gegenangriff ist überfällig»
Überhaupt sei es jetzt an der Zeit für einen „Gegenangriff“: Die Wirtschaft müsse wieder auf Wachstumskurs gebracht werden. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, dann sei er überzeugt, dass dies gelinge, so Robert Dennewald.
Fedil-Direktor Nicolas Soisson legte der Generalversammlung den Aktivitätsbericht 2013 vor und ging auf die Tätigkeiten der verschiedenen Arbeitsgruppen ein. 35 Betriebe traten im Vorjahr dem Verband bei, so dass deren Zahl sich nun auf 538 beläuft.
Zu Demaart
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