Im Bartringer Centre Atert kamen die Gewerkschafter zusammen, um u.a. ihren Präsidenten Marcel Breuskin wiederzuwählen und die langjährige administrative Sekretärin Gaby Biermann zu verabschieden.
In den politischen Stellungnahmen verwies u.a. Gewerkschaftssekretär Romain Daubenfeld auf die Tatsache, dass seit Januar diesen Jahres mindestens vier Busfahrer Opfer von Gewalt wurden. Verbale Angriffe sind an der Tagesordnung. Ein Alarmknopf in allen Bussen und mehr Unterstützung durch die Arbeitgeber seien dringend notwendig.
Weiter fordert der OGBL-ACAL verbesserten Zugang zu Toilettenanlagen, etwa in den Schulen. Dieses Problem zieht sich schon seit Jahren hin.
Große Unterschiede
Auf den europäischen Straßen sind Fahrer aus 35 Ländern unterwegs und leisten die gleiche Arbeit nach gleichen Regeln. Allerdings herrschen große Unterschiede bei den Arbeitsbedingungen; so reichen die Löhne von knapp 500 Euro monatlich bis zum Vierfachen, was Sozialdumping und Ausbeutung selbstredend Tor und Tür öffnet.
Der OGBL verlangt denn auch eine stärkere Kontrolle der Unternehmen, statt Jagd auf Fahrer zu machen.
Der OGBL-ACAL bezog auch Stellung zu den Taxen: Das neue Taxi-Gesetz wurde verabschiedet, jetzt gelte es seitens der Unternehmen den neuen Kollektivvertrag zu unterzeichnen, damit die Fahrer ihr berufliches und privates Leben besser miteinander vereinbaren können.
Keine weitere Index-Manipulation
In seinem anschließenden Referat ging André Roeltgen, Generalsekretär des OGBL, u.a. auf die Index-Problematik ein. Angesichts der optimistischen wirtschaftlichen Prognosen des Statec (Wachstum in den kommenden Jahren über 3 Prozent) wäre wirklich nicht einzusehen, wenn das Instrument zum Ausgleich der Teuerung nach 2014 weiter manipuliert würde. Der Index solle ab kommendem Jahr integral wiederhergestellt werden, so Roeltgen.
Staatssekretär Camille Gira, der für den verhinderten Minister François Bausch zum Syndikatstag gekommen war, ging auf einige verkehrstechnische Pläne der Regierung ein: Von einer allgemein verbesserten Verkehrssituation würden auch die Berufsfahrer profitieren, so Gira, der des Weiteren auf den künftigen Aktionsplan zur Verkehrssicherheit einging und diesbezüglich sowohl feste als auch mobile Radargeräte ankündigte.
Noch vor den großen Ferien würde das Gesetz zur Trambahn ins Parlament kommen und wahrscheinlich auch jenes für den Bahnhof unter der Roten Brücke. Zur Toilettenproblematik der Busfahrer meinte der Staatssekretär, hier würde sicher eine Lösung gefunden werden.
Zu Demaart
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