Um der stetig steigenden Nachfrage entgegen zu kommen, wird jetzt ein Numerus Clausus eingeführt. Gleichzeitig wird eine neue Sektion im EST (Enseignement secondaire technique) geschaffen.
Die Engpässe betreffend die Zulassung von neuen Schülern im „Lycée technique pour professions éducatives et sociales“ (LTPES) hatten letzten Sommer für Diskussionen und Kritik gesorgt. Die Erzieher-Ausbildung wird immer beliebter. Im Jahr 2009 waren 278 Schüler auf einer 12e im LTPES eingeschrieben. Seither steigt die Zahl immer weiter an. Vergangenes Jahr hatten sich 407 Schüler eingeschrieben.
Mehr Personal gebraucht
„In unserer Gesellschaft gibt es ein immer größeres Bedürfnis an Erziehern“, erklärte Bildungsminister Claude Meisch am Dienstag. Folglich müsse auch mehr Personal ausgebildet werden. Die Qualität der Ausbildung im LTPES könne aber nur garantiert werden, wenn die Zahl der Schüler nicht zu hoch sei. Deshalb wird nun ein Numerus Klausus eingeführt. Gleichzeitig wird ab der Rentrée 2014/2015 eine neue Sektion „Sciences sociales“ im Sekundarunterricht angeboten.
Im LTPES wird die Zahl der freien Plätze im Herbst auf 250 beschränkt. Die Auswahl erfolgt aufgrund des Jahresdurchschnitts der Schüler. Hinzu kommt ein Aufnahmeexamen, das für ein Viertel zählen soll. Stichdatum für die Anmeldung ist der 21. Mai. Schüler die ihre 12e im LTPES wiederholen werden automatisch aufgenommen.
Ausbildung angeboten
Neben der Erzieherschule wird ab der nächsten Rentrée auch in den technischen Gymnasien eine Ausbildung angeboten. Die Sektion bildet nicht zum „éducateur diplômé“ aus. Sie wird durch ein Abschlussexamen auf 13e absolviert. Anschließend können die Schüler weiterführende Hochschulstudien machen. Die neue Sektion soll vor allem für ein Bachelor oder Master in Soziologie, Psychologie, Geographie, Geschichte aber auch in Erziehungswissenschaften vorbereiten. Englisch bei der Sektion ist obligatorisch, während die Schüler bei der Zweitsprache zwischen Deutsch und Französisch wählen können. Englisch sei für Hochschulstudien eine Notwendigkeit, so Meisch.
Die Änderungen bei der Ausbildung zum Erzieher sind keine Übergangslösung. Sie sollen auch nach der geplanten Lyzeumsreform erhalten bleiben „Wir machen keine Änderungen mit einer Haltbarkeitszeit von nur ein paar Jahren“, sagte Meisch.
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