Luxemburg ist bekannt für seine Banken und seine Investmentfonds. Wer an das kleine Großherzogtum denkt, dem kommt nicht sofort der Ölsektor in den Sinn. Zwei Geschäftsleute, die sich mit ihrer Finanzholding in der Luxemburgischen Hauptstadt niedergelassen haben – Laurent Foucher und Nicolas Bourg – könnten dem aber nun Abhilfe verschaffen. Ihre Gesellschaft ist eine Reihe von Partnerschaften eingegangen, die es ihnen ermöglichen im ölreichen Kuwait aktiv zu werden.
«Niel Petroleum» – so der Name der Finanzholding – hatte es sich bereits im letzten September zum Ziel gemacht, in die Gesellschaft «New World Oil and Gas», ein an der Londoner Börse AIM gelistetes Unternehmen einzusteigen. Die Firma bringe das nötige Know-How im Ölgewerbe mit, hieß es am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Für schlappe 25 Millionen US-Dollar wollte Niel Petroleum sich in das Unternehmen einkaufen, um dann 75 Prozent zu besitzen.
Allerdings fehlte etwas. Ein weiterer Partner musste her. Diesen fanden die beiden Unternehmen (Niel und New World) in dem kuwaitischen Geschäftsmann Dr Muaaz KH M Alfahaid. Mit 20 Millionen Dollar kaufte der Sohn eines ehemaligen kuwaitischen Ministers 20 Prozent der Firma Niel Petroleum und liefert so frisches Geld mit dem Niel den Kauf von New World nun zu Ende bringen kann.
Ein dritter Partner mit an Bord
Damit nicht genug. Dr Alfahaid ist zusätzlich Aktionär bei dem kuwaitischen Unternehmen Al Maraam Al-Ahliya Company for general Trading and Contracting. Al Maraam besitzt die notwendigen Lizenzen, um im Kuwait nach Öl und Gas zu suchen und es zu verkaufen. Am Donnerstag nun unterschrieben Niel Petroleum und Al Maraam ein Partnerschaftsabkommen.
Desweiteren wird New World in das Kapital von Al Maraam einsteigen. Da Investitionen aus dem Ausland in kuwaitische Unternehmen strengen Regeln unterliegen, darf New World nur 49 Prozent an Al Maraam halten, bekommt allerdings 60 Prozent des Gewinnes zugesprochen. Dieses Geschäft lässt New World sich fünf Millionen US-Dollar kosten.
Eher in Afrika
Bislang waren die beiden Luxemburger Geschäftsleute eher in Afrika aktiv. Allerdings habe sich hier eine „besondere Gelegenheit“ ergeben, die sie sich nicht durch die Lappen gehen lassen wollten.
Für Dr Alfahaid spielt dieses Element – Afrika – eine wichtige Rolle in der Partnerschaft. Der afrikanische Kontinent ist reich an Rohstoffen. Aber auch auf humanitärem Plan wollte Kuwait ein Rolle in Afrika spielen, so Alfahaid.
Zu Demaart
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