Am Sonntag hatte die Luxemburger Jugendkonferenz CGJL mitgeteilt, dass Patrick Weymerskirch nicht mehr Präsident des Jugendparlaments sei. Die CGJL ist für die Grundregeln zum guten Ablauf des Jugendparlaments verantwortlich. Er habe sich wiederholt nicht an Abmachungen gehalten, erklärte die CGJL den brutalen Eingriff.
Weymerskirch selbst sieht sich übergangen. Er sei im Vorfeld der Entscheidung nicht informiert worden, sagte er im Gespräch mit Tageblatt.lu am Montagmorgen. Er habe auch keine Verwarnung bekommen, sondern sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden.
Was genau Weymerskirch, der Mitglied der LSAP ist, vorgeworfen wird, bleibt unklar. Er soll jedoch in der Vergangenheit als Parlamentspräsident in wichtigen Fragen mehrmals seine eigene Position bzw. die seiner Partei statt die des Jugendparlaments geäußert haben.
Dialogkultur gefährdet
Am Montagnachmittag meldete sich eine Gruppe von Mitgliedern des Jugendparlaments zu Wort. Die Entscheidung der CGJL sei unbegründet und nicht gerechtfertigt, heißt es. Sie gefährde die Dialogkultur im Jugendparlament.
Patrick Weymerskirch war am 19. Oktober 2013 während einer Plenarsitzung mit 70 Prozent der Stimmen als Präsident bestätigt worden, so die Jugendlichen, die den offenen Brief unterschrieben haben. Sie bescheinigen ihm in den vergangenen zwei Jahren eine tadellose Arbeit.
Die CGJL solle ihre Entscheidung zurückziehen. Die Mitglieder des Jugendparlaments sollten über den Präsidenten befinden.
Der Vorsitzende wird bei der Eröffnungssitzung des Parlaments im Oktober von seinen Mitgliedern gewählt. Mitglied des Parlaments können alle Jugendlichen zwischen 14 und 24 Jahren werden, die in Luxemburg leben und eine der drei amtlichen Sprachen sprechen.
Zu Demaart
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