Freitag23. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Millionen Babies könnten gerettet werden

Millionen  Babies könnten gerettet werden

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Drei Millionen Frauen und Babys könnten ab 2025 jedes Jahr gerettet werden, wenn es eine bessere gesundheitliche Schwangerschaftsbegleitung gäbe.

Rund 8000 Neugeborene sterben weltweit jeden Tag und weitere 7000 werden tot geboren – das sind 2,9 Millionen beziehungsweise 2,6 Millionen Babys jährlich, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie in der Fachzeitschrift «The Lancet» hervorgeht. Rund 250.000 Mütter sterben demnach wegen Komplikationen bei Schwangerschaft oder Geburt pro Jahr.

Die meisten dieser Todesfälle seien vermeidbar, erklären die Wissenschaftler. Rund die Hälfte aller Todesfälle bei Neugeborenen geschehen demnach in fünf Ländern: Indien (779.000), Nigeria (276.000), Pakistan (202.400), China (157.000) und Kongo (118.000). Die Wahrscheinlichkeit, dass ein frühgeborenes Baby sterbe, sei in Afrika mindestens elf Mal höher als in Europa oder Nordamerika, hoben die Wissenschaftler hervor, darunter Joy Lawn vom Londoner Forschungs- und Uni-Institut für Gesundheit und Tropenmedizin. Ein «unsichtbares» Problem seien zudem die Totgeburten, weil über sie häufig keine Dokumente ausgefertigt würden.

Die jährlichen Kosten für eine Ausweitung der Schwangerschafts- und Geburtsbegleitungen auf 90 Prozent der Frauen und Babys weltweit bis 2025 würden sich dem Bericht zufolge umgerechnet auf rund 4,1 Milliarden Euro belaufen. Dies könnte den Wissenschaftlern zufolge die Leben von 1,9 Millionen Neugeborenen und 160.000 Frauen jährlich retten sowie 820.000 Totgeburten verhindern. Somit würde die Rettung eines Lebens weniger als 1500 Euro kosten.