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Fahrverbot in der Straßburger Straße

Fahrverbot in der Straßburger Straße

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Prostitution und Drogenhandel – zwei Probleme, über die sich die Einwohner und Geschäftsleute der Straßburger Straße seit längerem empören. Nun antwortet der hauptstädtische Schöffenrat mit einem Fahrverbot.

Ab diesem Freitag bleibt der Teilabschnitt der Straßburger Straße zwischen der Rue de la Fonderie und der Rue Mercier sowie die Rue Heldenstein täglich zwischen 19.00 Uhr und 6.00 Uhr des darauffolgenden Tages für den Autoverkehr gesperrt.

Mit dieser drastischen Maßnahmen reagiert der Schöffenrat auf die seit langem bekannten Klagen der Bewohner und Geschäftsinhaber dieser Straße. Prostitution und Drogenhandel bereiten ihnen Sorgen.

Im Herbst vergangenen Jahres bereits hatte die Polizei ihr Aufgebot in diesem inoffiziellen Rotlichtviertel der Stadt verstärkt. Das Bahnhofskommissariat sollte um drei Beamten verstärkt werden, hieß es damals. In der Zwischenzeit scheuen sich Bewohner der Straßburger Straße nicht mehr, ihr Wohngebiet mit der Bronx zu vergleichen, jenem New Yorker Stadtteil mit zweifelhaftem Ruf.

Polizeipräsenz war bereits verstärkt worden

Seit geraumer Zeit halten sich in der rue de Strasbourg im Bahnhofsviertel der Stadt Luxemburg immer mehr Prostituierte, Drogenabhängige und Dealer auf, hatte Tageblatt bereits im September 2013 berichtet. Die Einwohner hätten es satt, deshalb wurden zahlreiche Briefe an Bürgermeister Xavier Bettel gesendet, in der Hoffnung, dass dieser eingreife.

Am 12. September 2013 hatten sich auf Initiative der Gemeinde Luxemburg zusammen mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft die Einwohner der Straße versammelt, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die Einwohner beklagten sich dabei über gebrauchte Spritzen von Drogenkonsumenten vor der Haustür, von Blut von Schlägereien, das sie von ihren Haustreppen zu beseitigen müssten.

Wie am Dienstag Hauptstadts Bürgermeisterin Lydie Polver bekannt gab, soll das Hauptkommissariat Endes Jahres aus der Rue Glesener auf Verlorenkost umziehen. Ganz verschwinden wird die Polizei jedoch nicht aus dem Gebäude. Ein Kommissariat mit zwölf Beamten bleibt erhalten. Angesichts der oben geschilderten Probleme wohl kein Luxus.

Das Gebäude selbst könnte später für Wohnungszwecke genutzt werden.