Freitag23. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Leichte Besserung

Leichte Besserung

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Luxemburgs Wettbewerbsfähigkeit hat sich im internationalen Vergleich global betrachtet leicht verbessert. Die Handelskammer weist jedoch auf Schwachstellen hin.

Dem Wettbewerbsbericht des Schweizer Instituts IMD zufolge hat sich Luxemburg im Vergleich mit 59 anderen Ländern um zwei Stellen auf Platz 11 verbessert. Im «World Competitiveness Yearbook» (WCY) werden Daten von rund 300 Indikatoren zur wirtschaftlichen Leistungskraft, zum Geschäftsumfeld, zur Infrastruktur und zur Effizienz des Staates ausgewertet.

Rang 11 hatte das Land bereits in den Jahren 2010 und 2011. Dennoch ist es weit von den Leistungen von 2007 und 2008, als das Land Platz 4 bzw. 5 belegte.

Die Klassenbesten

Unter den Top-Ten befinden sich die USA, die Schweiz, Singapur, Hongkong, Schweden, Deutschland, Kandada, die Vereinigten Arabischen Emirate, Dänemark und Norwegen. Frankreich und Belgien liegen weit abgeschlagen auf Platz 27 bzw. 28.

Im Bereich wirtschaftliche Leistungskraft verbesserte sich Luxemburg innerhalb eines Jahres von Platz 5 auf Platz 4. Die Indikatorengruppe «Effizienz des Staates» drückte das Land hingegen auf Platz 19 (zuvor 18). Beim Geschäftsumfeld verbesserte sich Luxemburg von Rang 16 auf 14, während es bei den Indikatoren zur Infrastruktur Platz 23 behält. Negativ entwickelt haben sich u.a. Indikatoren zum Arbeitsmarkt und zur Steuerpolitik. Positives vermerkendie Autoren des WCY hingegen in den Bereichen öffentliche Finanzen, Gesundheit, Umwelt und Erziehung.

Die Krise habe dauerhafte Spuren hinterlassen, so die Analyse der Handelskammer am Donnerstag. Sie, die Krise, habe strukturelle Schwächen Luxemburgs aufgezeigt. Der aktuelle Konjunkturaufschwung sollte demnach genutzt werden, um die strukturellen Defizite zu beseitigen. Der Arbeitsmarkt könne nur gesunden, wenn die aktuelle Lohnindex-Regelung überdacht werde und die Qualifikation der jungen Arbeitnehmer den Bedürfnissen der Unternehmen entspreche, so die Handelskammer. Das WCY rät dem Land, in Zukunft mehr auf Güterexport zu setzen, wolle es erneut Platz drei erreichen. Außerdem müsste es sich der Gefahr einer möglichen Delokalisierung im Dienstleistungsbereich stellen.

Unternehmen mögen Luxemburgs politische Stabilität

Dem Jahrbuch lagen nicht nur statistische Daten zugrunde. Um ihre Meinung waren Entscheidungsträger aus der Wirtschaft und Unternehmensführer gefragt worden. Äußern konnten sie sich u.a. darüber, was Luxemburg für Unternehmen attraktiv macht. Unter fünfzehn Indikatoren wählten die meisten Befragten Luxemburgs politische Stabilität und Vorhersehbarkeit auf Platz 1 (63 Prozent). Platz 2 war für „wettbewerbsfähiges Steuerregime“ (53,7 Prozent) und Platz 3 für «die Zuverlässigkeit der Infrastrukturen» (42,6 Prozent). „Qualifizierte Arbeitskraft“ und „effektives rechtliches Umfeld“ kamen auf Platz vier bzw. 5.

Das WCY wird jedes Jahr vom Schweizer „International Institut for Management Development“ erstellt.