Um 6,7 Prozent sind die Lohnkosten am Bankenplatz im Durchschnitt im letzten Jahr gestiegen. Und das trotz einer langsamen Entwicklung des Bankengeschäfts. Das geht aus einer rezenten Analyse hervor, deren Ergebnisse Statec nun in seinem monatlichen Konjunkturflash veröffentlicht hat.
Seit Mitte 2012 sei die Lohnentwicklung am Bankenplatz insbesondere durch Personalabbaumaßnahmen gefördert worden, so Statec. Im Jahr 2012 hätten die Sozialpläne und die hier vorgesehenen außergewöhnlichen Gehaltszahlungen die durchschnittlichen Lohnkosten in den Banken um 1,4 Prozent zusätzlich gefördert. 2013 seien es 2,2 Prozent gewesen.
Doch auch ohne Sozialpläne sind die Gehälter in den Banken stark angestiegen, stellt Statec fest. 2013 waren es 4,4 Prozent. Dennoch raten die Statistiker zur Vorsicht. Bei der Berücktsichtigung der Sozialpläne zur allgemeinen Lohnentwicklung im Bankenbereich wurden nur die Abgangsentschädigungen in den bekannt gewordenen Abbauprogrammen einbezogen. Andere, im Rahmen von Personalabbau gezahlten Beträge würden hier womöglich unterschätzt. In anderen Worten: Banken machten Mitarbeitern die Kündigung finanziell schmackhaft, ohne dass dazu offiziell ein Sozialplan erstellt wurde.
2014 könnte die Gehaltsentwicklung bei den Banken hingegen zurückgehen, vorausgesetzt, es werden weniger Sozialpläne beschlossen. Der letzte wurde Ende März vereinbart und betrifft 150 Beschäftigte einer bisher 184 Angestellte zählenden Bank.
Zu Demaart
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