Der oberster Währungshüter der EU, Mario Draghi, nimmt nach eigenem Bekunden die Sorgen der Sparer angesichts der anhaltenden Mini-Zinsen sehr ernst. Der EZB-Präsident betonte am Donnerstag jedoch, die Notenbank sei nicht verantwortlich dafür, welche Zinsen Banken ihren Kunden zahlten.
«Die Zinssätze, die wir festlegen, gelten für Banken, nicht für die Menschen», sagte Draghi in Frankfurt. Natürlich könnten Banken auf die erneute Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) reagieren. «Aber das ist eine Entscheidung der Banken.»
Draghi betonte: «Die Behauptung, wir wollten Sparer enteignen, ist völlig falsch.» Die EZB wolle genau das Gegenteil erreichen, nämlich das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Dann werde auch das Zinsniveau wieder anziehen.
Bis jetzt bleibt jedoch, dass die niedrigen Zinsen auf den üblichen Spareinlagen längst nicht mehr die Teuerung der Lebenshaltungskosten wettmachen können. Bei quasi allen Sparformen auch der Luxemburger Banken liegen die Zinssätze hart an der Grenze wenn nicht unter der Inflationsrate. Die lag im Mai 2014 bei 1,03 Prozent.
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