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Die Jugend soll beschäftigt werden

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LUXEMBURG - Die Jugendgarantie ist keine Garantie auf Arbeit. Am Donnerstag hat Beschäftigungsminister Nicolas Schmit (LSAP) diese Initiative vorgestellt.

Ende Mai lag die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahre) in Luxemburg bei 15,5 Prozent. 42 Prozent dieser jungen Arbeitslosen hatten nur eine Minimalausbildung. 45.000 der 65.000 jungen Menschen in Luxemburg sind noch nicht im Berufsleben eingetreten, entweder weil sie noch studieren oder noch keine Stelle gefunden haben.

Die sogenannte Jugendgarantie soll jungen Stellensuchenden nun helfen, ihren Weg ins Berufsleben zu finden. Das Projekt geht auf eine Initiative der EU-Kommission von 2012 zurück. Es richtet sich an 18- bis 24-Jährige mit niedriger Qualifikation. Rechte und Pflichten der Adem und des Jugendlichen werden in einer Vereinbarung festgehalten. Nach erfolgreicher Testphase wird das Vorhaben nun flächendeckend umgesetzt. Bisher wurden 756 junge Stellensuchende betreut. 108 fanden eine Arbeit.

Beschäftigungsminister Nicolas Schmit (LSAP) und Schulminister Claude Meisch (DP) stellten am Donnerstag das Projekt vor. Die Jugendgarantie sichert jungen Erwerbslosen zu, dass ihnen innerhalb einiger Monate entweder eine Arbeitsstelle oder eine Weiterbildungsmaßnahme angeboten wird. Die Jugendgarantie sei keine Beschäftigungsgarantie, betonte Schmit. Das Projekt wurde vom Beschäftigungsministerium und der Arbeitsagentur Adem in Zusammenarbeit mit dem Jugendministerium und dem Service national de la jeunesse (SNJ) entwickelt.

Interessenten können sich über die Web-Seite anelo.lu, direkt bei der Adem, in Jugendhäusern, bei Jugendorganisationen und bei den Sozialämtern der Gemeinden melden.

Kein Geld für junge Arbeitslose aus der EU-Kasse

Finanzielle Unterstützung aus EU-Töpfen gibt es für das Projekt Jugendgarantie in Luxemburg nicht. Dazu sei die Jugendarbeitslosigkeit in Luxemburg zu niedrig, so Minister Schmit. Die EU hat sechs Milliarden Euro zu Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit bereitgestellt. Für andere Beschäftigungsprojekte wie etwa die Beschäftigungsinitiativen stehen jedoch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung.

Die Jugendarbeitslosigkeit kostet die EU-Wirtschaft jährlich 150 Milliarden Euro. Sechs Millionen junge Menschen sind derzeit auf Arbeitssuche.