«Europa ohne Großbritannien ist nicht Europa», sagte Wolfgang Schäuble in einem Interview der «Financial Times» (Montag). Großbritannien sei eine der größten Volkswirtschaften in Europa und London eines der wichtigsten Finanzzentren der Welt.
«Deswegen müssen wir alles tun, damit die Interessen und die Positionen Großbritanniens sich in der europäischen Politik ausreichend wiederfinden», sagte Schäuble. «Und das ist genau das, was die Kanzlerin (Angela Merkel) ständig versucht zu tun.» Europa müsse auch Respekt vor den politischen Entwicklungen in jedem einzelnen Land haben.
Ein breiter Konsens
«Wir haben in vielen wirtschaftlichen und Regulierungsfragen einen breiten Konsens», sagte Schäuble. Der Finanzminister erteilte auch Forderungen nach mehr Flexibilität beim Schuldenabbau in der Eurozone eine Absage. «Ich habe solche Forderungen nicht gehört», sagte er. Man dürfe jetzt nicht über Lockerungen reden. «Wir müssen uns an die Regeln halten und die Regeln umsetzen», betonte er. «Das Problem in Europa sind nicht die Regeln, sondern ihre Umsetzung – manchmal.»
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