«EU-Machtkampf: Juncker sinnt auf Rache an Cameron», titelt «Deutsche Wirtschafts Nachrichten» am Mittwochmorgen. Das Magazin beruft sich auf Aussagen eines EU-Diplomaten aus dem Umfeld Junckers. Der Luxemburger habe die Angriffe zwar verziehen, aber nicht vergessen.
Der frühere Luxemburger Premier und nominierte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker könnte die Briten demnach bei der Ämtervergabe in der neuen EU-Kommission benachteiligen. Bis zuletzt habe der britische Premier Cameron versucht, Junckers Nominierung zum Kommissionspräsidenten zu verhindern.
«Juncker als Monster»
«Ein Vertrauter von Juncker sagt, dass dieser die aggressiven Angriffe in der britischen Presse gegen ihn nicht vergessen wird. Diese soll der britische Premier in Gang gesetzt haben. ‚Sie haben ihn als ein Monster dargestellt und das ist nicht akzeptabel‘, zitiert die Financial Times einen EU-Diplomaten aus dem Umfeld Junckers.»
Camerons Wunsch sei es, dass ein Brite einen entscheidenden wirtschaftlichen Posten in der neuen Kommission erhalte. Zudem brauche Cameron die Hilfe des Luxemburgers bei der Neuverhandlung der britischen EU-Mitgliedschaft.
Großbritannien solle «fair behandelt werden», so der Diplomat. Doch größere Staaten wie Frankreich, Deutschland und Spanien, die Junckers Nominierung zum EU-Kommissionspräsidenten offen unterstützt hatten, erwarteten nun eine Gegenleistung, schreibt die «Deutsche Wirtschafts Zeitung».
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