Der Dachverband der Unternehmen, die UEL, lässt nicht locker. Er fordert weiterhin die Abschaffung des Systems der automatischen Anpassung der Löhne und Renten an den Index. Die ganze Wirtschaft sollte desindexiert werden, so die Vereinigung am Mittwoch.
Eine Mehrheit für die radikale Abschaffung des Index findet die UEL bei den aktuellen Mehrheitsverhältnissen im Parlament nicht. Dessen ist sie sich bewusst. Am Mittwoch legte sie einen Alternativvorschlag vor, der jedoch keinesfalls neu ist. Man sollte auf die nächste Indextranche verzichten, die u.a. durch die Anhebung der Mehrwertsteuer ab 1. Januar 2015 verursacht wird. Was im Frühjahr 2015 der Fall wäre.
Laut UEL-Direktor Jean-Jacques Rommes wirkt sich der Index negativ auf Luxemburgs Wettbewerbsfähigkeit aus. Über die letzten Jahre betrachtet sei die Inflation in Luxemburg höher gewesen als bei den Nachbarländern, sagte er. Das schade der Wirtschaft.
Altes System ab 2015
Am 25. Juni hatte die Regierung den Sozialpartnern ihre Vorschläge zur Indexfrage vorgelegt. Das alte Indexsystem soll ab 2015 wieder in Kraft treten. Die aktuelle Indexmodulierung, die lediglich eine Indextranche pro Jahr frühestens im Oktober festschreibt, läuft aus.
Sollten in Zukunft mehr als zwei Tranchen im Jahr anstehen, werde man mit den Sozialpartnern diskutieren, so Premierminister Xavier Bettel am 25. Juni. Der Vorschlag gefiel den Gewerkschaften, missfiel jedoch dem Patronat. Die UEL sollte sich der Wirklichkeit stellen, hatte Premier Bettel gesagt. Im Parlament würde keiner der sechzig Abgeordneten den Index in Frage stellen.
Einigen werden sich die Sozialpartner in der Index-Frage demnach kaum. In anderen Bereichen funktioniere der Sozialdialog mit den Gewerkschaften hingegen gut, betonte Rommes. Eifrig diskutiert werden etwa arbeitsrechtliche Fragen, wie die Neuregelung der Teilzeitarbeit.
Zu Demaart
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