Der Statec hat Zahlen zum Reiseverhalten der Luxemburger Bevölkerung veröffentlicht. Rund 378.000 Personen ab dem Alter von 15 Jahren haben im vergangenen Jahr eine Reise mit mindestens einer Übernachtung gemacht haben. Das sei eine Steigerung von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, betont der Statec. Damit habe man fast das Niveau der guten Reisejahre 2008 und 2009 wieder erreicht.
Die Reiseintensität sinkt mit steigendem Alter, so der Statec. 62 Prozent der über 65-Jährigen haben 2013 eine Reise unternommen. Bei den über 70-Jährigen sind es nur noch 56 Prozent. Reisfreudig bleiben die jungen Menschen. 92 Prozent der 20 bis 29-Jährigen gaben an, im letzten Jahr mindestens einmal verreist zu sein.
Die Reiselust der Luxemburger steigt mit dem Bildungsniveau. Auch das Einkommen spielt bei den Reisen eine wichtige Rolle. Je höher es ist, desto öfters werden die Koffer gepackt.
Ferien daheim
Personen, die nicht verreisen, führen dafür oftmals gesundheitliche Gründe an (29,6 Prozent). 25,3 Prozent bleiben einfach lieber zu Hause und 20,6 fahren wegen familiären Verpflichtungen nicht weg. 18 Prozent der Befragten machen wegen finanziellen Engpässen Ferien auf Balkonien. Inlandsreisen stehen aber nicht hoch im Kurs. Nur 4 Prozent machten Ferien in einer anderen Ecke des Landes.
Bei der Reisedauer sind Frankreich. Portugal und Spanien die Ziele, wo man am längsten bleibt. Kurzreisen werden hingegen in nur wenige Länder unternommen. Dort führen die Nachbarländer Luxemburgs die Hitparade an. Die meisten Luxemburger bleiben bei ihren Fernreisen in Europa (92 Prozent). Drei Prozent fliegen nach Afrika und jeweils zwei Prozent wählen Asien und Nordamerika für ihre Fernreise. Die durchschnittliche Reisedauer liegt bei sieben Übernachtungen.
Abschalten, Kraft tanken
Die Mehrheit der Befragten (34 Prozent) gibt an, zur Erholung wegzufahren. 32 Prozent der Reisen dienen dem Besuch von Freunden und Verwandten.
Strand, Wind und Meer, das sind für viele die Zutaten für einen erholsamen Urlaub. Spanien, Griechenland, Portual und die Niederlande sind hier die beliebtesten Ziele. Aber Bulgarien, Zypern und die Türkei sind stark im Kommen. Beim Sporturlaub werden oft die Schweiz und Österreich gewählt. Kulturreisen werden hingegen häufig nach Russland, China, Ägypten, Großbritannien, die Niederlande, Deutschland und die Türkei gemacht. Frankreich ist bei allen Arten von Reisen beliebt.
Städtereisen
40 Prozent aller Reisen führen in eine Stadt, 24 Prozent zum Meer, 20 Prozent in ländliche Gegenden und 11 Prozent in die Berge. Städte sind vor allem bei Kurzreisen «in». Städtereisen führen vor allem nach Ungarn, die Tschechische Republik, Großbritannien, Finnland oder Deutschland, so der Statec.
Die meisten Reisen (32 Prozent) werden in den Sommermonaten unternommen. Danach folgt die Vor-Weihnachtszeit.
Bei den Verkehrsmitteln liegt das Auto an erster Stelle, mit 52 Prozent der Reisen, gefolgt vom Flugzeug, mit 32 Prozent. Der Wagen wird überwiegend für Reisen in die Nachbarländer und die Wintersportorte in der Schweiz und in Österreich genutzt. Die meisten Urlauber gehen in ein Hotel (fast die Hälfte). Aber auch Ferien bei Bekannten oder Verwandten stehen hoch im Kurs. Sieben Prozent der Urlauber verbringen ihren Auslandsaufenthalt in der eigenen Ferienwohnung oder einer Zweitwohnung.
Viele reisen alleine
21 Prozent der Reisen werden von einzelnen Personen durchgeführt, 38 Prozent von zwei Personen, 15 Prozent von drei Personen und 11 Prozent von mehr als fünf Personen. Bei mehr als einem Viertel der Reisen sind Kinder unter 15 Jahren mit dabei.
Die Reiseausgaben sind mit durchschnittlich 710 Euro in den letzten Jahren konstant geblieben, erklärt der Statec. Am günstigsten sind Reisen nach Belgien (298 Euro), Reisen nach Deutschland kosten 425 Euro, Trips nach Frankreich schon mehr als 500 Euro. Für Spanien-Reisen muss man 1.033 Euro vorsehen. Fernreisen werden durchschnittlich mit 1.952 Euro veranschlagt. Ein Großteil der Ausgaben gehen in diesem Zusammenhang für den Transport drauf, gefolgt von der Übernachtung. Alles hänge aber von der Reiseentfernung und der Reisedauer ab, wird in der Statec-Mitteilung betont. Insgesamt wurden im letzten Jahr 2,5 Milliarden Euro für Reisen ausgegeben.
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