Seit Monaten streiten Gewerkschaften und Direktion über einen neuen Kollektivvertrag für die Luxair-Mitarbeiter. Eine Annäherung gelang am Donnerstag auch nicht auf dem Schlichtungsamt.
Streitpunkt war die Verlängerung des aktuellen Vertrags. Die Gewerkschaften wünschten sich eine Jahresfrist. Die Direktion war lediglich bereit, die aktuellen Bestimmungen bis zum 6. November weiter laufen zu lassen. Solange dauert die offizielle Schlichtungsprozedur.
Die Gewerkschaften könnten ebenfalls einer Nullrunde zustimmen, vorausgesetzt die aktuelle Lohnstruktur bleibt erhalten, so OGBL-Verhandlungssekretär Hubert Hollerich am Donnerstag Abend. Eben das lehnt die Direktion ab. Sie möchte einen Lohnstopp, eine neue Gehälterstruktur, die Anfangsgehälter für Neuzugänge reduzieren und ein Bewertungssystem einführen.
Gewerkschaftliche Aktionen
Noch am Donnerstag Abend wollten sich die drei Gewerkschaften OGBL, LCGB und Snep treffen, um gemeinsame Aktionen zu planen. Ein Streik ist derzeit ausgeschlossen, da die Schlichtungsprozedur noch läuft.
Die Luxair-Direktion bedauere dass die Gewerkschaften den Vorschlag des Schlichters zurückgewiesen haben, so die Firma am Abend. Dieser hatte eine Wiederaufnahme der Verhandlungen vorgeschlagen. Luxair bestätigt, dass sie damit einverstand gewesen wäre, den alten Vertrag bis Ende der Schlichtungsprozedur zu achten.
Lohntabelle zeitweilig außer Kraft setzen
Die Direktion hatte den Gewerkschaften im Juni vorgeschlagen, den alten Kollektivvertrag noch bis März 2015 fortzuführen, wobei die aktuelle Lohntabelle zeitweilig ausser Kraft gesetzt worden wäre.
Am Donnerstag Morgen hatten sich Direktion und Gewerkschaften von Lux-Airport auf dem Schlichtungsamt getroffen. Auch sie streiten über die Kollektivvereinbarung für die rund 200 Flughafenbeschäftigten. Auch hier konnte keine Vereinbarung erzielt werden.
Zu Demaart
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