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700.000 Euro wurden nicht abgeholt

700.000 Euro wurden nicht abgeholt

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LEUDELANGE - In Deutschland werden viele Lottogewinne von den Tippern nich abgeholt. In Luxemburg ist das eher die Ausnahme. Im Schnitt gibt jeder Einwohner hierzulande 3,24 Euro pro Woche für Loterielose aus.

Lottogewinne in Millionenhöhe werden von deutschen Tippern nicht abgeholt. Deutschlandweit gingen erfolgreichen Tippern laut einer Umfrage der «Bild»-Zeitung unter allen Lottogesellschaften in den Ländern im vergangenen Jahr 34,8 Millionen Euro durch die Lappen. Nicht abgeholte Gewinne von mehr als 100 000 Euro fließen in einen Fonds des Deutschen Lotto- und Totoblocks, kleinere Gewinne bleiben bei den Gesellschaften in den Ländern wie etwa Lotto Rheinland-Pfalz. Im Fonds beim Deutschen Lotto- und Totoblock landeten 2013 demnach 6,6 Millionen Euro, die wieder ausgespielt wurden.

Die Spiele der Loterie nationale:

Rubbelspiele:
1 Euro: Shooting Stars, Elo, Rico!, Cups, 7 Flip, Diamonds.
2 Euro: 10X The Cash, Love is…, Money Spider, Vacances, Blackjack, Piccobello, Astro, Tutti Frutti 3D, Okidoki.
3 Euro: Bingo, Lucky 7, Lux-Or, Tangrami, Monopoli.
5 Euro: Mega Pure Gold, Carto Mania, Lucky Numbers, Win for Life.$
Ziehungsspiele:
Euromillion, Lotto (D), Zubito.
Andere:
Pferdewetten (PMU)

Wie sieht es aber nun in Luxemburg mit den Gewinnen aus? Im Großherzogtum befindet sich das Glücksspiel in den Händen der Loterie nationale. Im Durchschnitt gibt in Luxemburg ein Einwohner pro Woche 3,24 Euro für Produkte der Loterie nationale aus. Hiermit befindet das Großherzogtum sich im Mittelfeld des europäischen Vergleichs. Das beliebteste Spiel ist Euromillions. Dort können Jackpots weit über 100 Millionen angeboten werden. Im Vorjahr hat eine Person in Luxemburg 66 Millionen Euro gewonnen.

Schnelles Geld, wenn man will

Wie werden die Gewinne aber ausgezahlt? Bis 750 Euro zahlt jede Annahmestelle den Gewinn aus, ab 750,01 Euro nur noch die Loterie Nationale. Jackpots ab 1000,01 Euro werden von der Loterie Nationale ausschließlich durch Banküberweisung ausgeschüttet, erklärt Léon Losch, Direktor der Loterie nationale Tageblatt.lu.

Die Gewinner sollten aber nicht zu lange warten, ehe sie ihr Geld einfordern. Die Gewinne verfallen nämlich: 90 Tage nach der Ziehung für Lotto, EuroMillions und Zubito. Für Rubbel gibt die Loterie nationale einen «Avis de clôture» heraus, in der Regel mindestens ein Jahr nachdem alle Lose verkauft sind.

1,4 Prozent

Jährlich werden nur 1,4 Prozent der Gewinne nicht eingelöst. 2013 waren das rund 700.000 Euro. Die Loterie Nationale bietet in diesem Zusammenhang eine WINCARD an. Mit dieser Karte identifiziert der Spieler sich bei der Annahmestelle. Gewinne werden dann automatisch aufs Bankkonto überwiesen. Ohne Karte verfällt der Gewinn, wenn er nicht eingelöst wird. Dies seien aber in der Mehrzahl kleinere Gewinne, versichert Léon Losch.

Die nicht eingelösten Gewinne werden ausschließlich wieder durch Spezialaktionen, Speziallose und Promotionen ins Spiel gebracht. Sie fließen nicht ins Geschäftsprofit ein. Dieser kommt ausschließlich guten Zwecken zu Gute.

Geld für den guten Zweck

Die Gewinne der Loterie nationale gehen an die 1944 gegründete Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte, deren Aufgabe es ist, Menschen in Not zu helfen. Im letzten Jahr beliefen sich die Bruttoeinnahmen aus den Produkten der Loterie nationale auf 44,197 Millionen Euro. Es wurden insgesamt für 52 Millionen Gewinne ausgeschüttet. Trotz eines leichten Rückgangs bei den Verkäufen konnte das Nettoresultat auf 18,175 Millionen Euro gesteigert werden. Dieser Betrag stand für gute Zwecke zur Verfügung.

17.520 Millionen davon wurden an verschiedenen ONGs und Sozialämter verteilt. Allein der Fonds national de solidarité erhielt sechs Millionen Euro, die Sozialämter der Gemeinden 3 Millionen, das Rote Kreuz, die Caritas, die Ligue luxembourgeoise de prévention et d’action jeweils 1,15 Millionen Euro. Der COSL bekam 1,025 Millionen Euro und der Fonds culturel 600.000 Euro. Aber auch Start-up-Unternehmen in kulturellen Beriech wurdeunter die Arme gegriffen, mit insgesamt 250.000 Euro. Dazu kommen kleinere Beträge an diverse Vereinigungen.