Überkapazitäten auf dem Markt und niedrige Preise machen der Luxemburger Frachtfluggesellschaft Cargolux weiterhin zu schaffen. Die Gesellschaft wird dieses Jahr wohl einen Verlust von rund 20 Millionen Dollar einfahren. Und das obwohl sie über Frachtaufträge nicht klagen kann. Im Sommer konnte sie neue Rekordzahlen beim transportierten Volumen verbuchen. Über die letzten sechs Jahre summieren sich die Verluste dennoch auf rund 200 Millionen Dollar.
Mit einem straffen Programm will die Gesellschaft in den kommenden Jahren das Ergebnis verbessern. CEO-Generaldirektor Dirk Reich sprach am Mittwochabend vor Journalisten von 250 Millionen Dollar bis zum Jahr 2017. Erreicht werden soll dies unter anderem durch Kostensenkungen.
Die Gesellschaft muss in den nächsten Wochen den Kollektivvertrag für die Beschäftigten neu aushandeln. Die Gewerkschaften befürchten, dass Tätigkeiten von Luxemburg ausgelagert werden, insbesondre nach Mailand. Der dortigen Tochterfirma Cargolux Italia wurde in diesem Monat eine zweite Maschine zur Verfügung gestellt. Kostenvorteile sieht die Gesellschaft vor allem beim Personal. Die in Italien eingestellten Mannschaften verdienen weniger, arbeiten aber länger.
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