In der Drogengesetzgebung besteht Handlungsbedarf. Dieser Ansicht ist das «Centre de prévention des toxicomanies» (CePT). Am Donnerstag forderte ihr Direktor Jean-Paul Nilles, den Cannabis-Konsum für straffrei zu erklären, ohne jedoch für eine komplette Freigabe dieses Rauschmittels zu plädieren. Darüber, welches Modell für Luxemburg das geeignete wäre, wollte man sich jedoch nicht äußern. Klar sei jedoch, dass der Weg der Repression nicht zum angestrebten Ziel führe, hieß es.
Wer Informationen über alle möglichen Formen von Drogen und Abhängigkeiten sucht, kann sie beim Suchtpräventionszentrum bekommen. Aufgabe der Stiftung sei es, eine gesunde Lebensführung zu fördern, wobei es insbesondere um die Vermeidung jegliche Form von Drogenabhängigkeit geht, heißt es in der Satzung. Dem Verwaltungsrat gehören u.a. Vertreter mehrerer Ministerien (Erziehung, Gesundheit) an.
256 Mal sei der CePT im vergangenen Jahr von Personen kontaktiert worden, um Informationen und Ratschläge zu bekommen. 21 Prozent davon hatten bzw. haben selbst Probleme mit Drogen. Oftmals werde man von Eltern angesprochen, die bei den Kindern ein merkwürdiges Verhalten oder seltsames Substanzen festgestellt haben.
Zu Demaart
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