Weltweit nimmt der Agilitysport zu und wird immer beliebter, davon konnte man sich Ende der vergangenen Woche in der Arena der Coque anlässlich der FCI-Agility Weltmeisterschaft überzeugen.
Luxemburg hatte leider nicht das Glück Weltmeister im Agilitysport zu werden, dennoch war die WM, eine Premiere in Luxemburg, ein voller Erfolg, geprägt von Freundschaften und olympischem Gedanke. Während vier Tagen gingen 466 Besitzer mit 446 Hunden aus 34 verschiedenen Länder an den Start. Jeder Hund der Kategorien Small, Medium und Large musste dabei jeweils ein Jumping und ein Agility-Parcours bewältigen. Weltmeister wurde der Deutsche Paul Hirning mit Jet, einem Shetland Sheepdog.
Ähnlich wie im Reitsport wird ein Parcours von einem Richter aufgebaut, dabei passt er den Hindernisparcours den Fähigkeiten der jeweiligen Rassenklassen an.
Die Harmonie muss stimmen
Das Bewältigen der verschiedensten Hindernisse in ständig abwechselnder Reihenfolge ist für den Hund ein erzieherisches sportliches Spiel. Vom Hundebesitzer verlangt der Agilitysport Ausdauer, Fitness und viel Geduld in der Erziehung des Hundes.
Die Harmonie zwischen dem Hundeführer und dem Hund muss stimmen, die Körpersprache des Besitzers ist das A und O, um den Hund in kürzester Zeit über die Strecke zu führen.
Unterläuft einem Hund ein Fehler, so ist dieser in 99 Prozent der Fälle auf den Besitzer, sprich auf eine falsche Körperhaltung zurückzuführen. Rufe, Laute und Befehle kommen kaum zum Einsatz. Als Fehler gelten etwa die Verweigerung, über ein Hindernis zu springen, eine falsche Richtung oder das Herunterfallen einer Stange beim Hürdensprung. Auch Zeitübertretungen werden mit Strafpunkten geahndet.
Nicht nur die Sportler mit ihren Hunden standen unter Anspannung, auch tausende anwesende Fans fieberten mit ihren Teams um den beliebten WM-Titel. Mit Trommeln, Trompetern und Pfeifen bis hin zu den Schweizer Glocken wurden die WM-Teilnehmer angefeuert. Dank dem Einsatz der über 150 freiwilligen Helfer und derer professionellen Organisation war die erste Agility WM in Luxemburg ein wahres Erfolgserlebnis für alle.
Martine Feller/Tageblatt.lu
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