
«Giftbrühe fließt Richtung Deutschland,» titelt am Dienstag das Nachrichtenmagazin «Focus» reißerisch. Die Verunreinigung des nationalen Trinkwasser-Reservoirs im Norden Luxemburgs macht unseren Nachbarn in Deutschland Sorgen. Wie die Luxemburger Regierung am Dienstag mitteilt, wurde das Pestizid in den «untersten» Wasserschichten des «Stau» entdeckt. Man beruft sich dabei auf Wasserproben von Montag. So wurde Rohwasser (Wasser aus der Talsperre) und Reinwasser (Trinkwasser) durch Labore der Wasserwirtschaftsverwaltung und des BWL (Bergisches Wasserlabor) analysiert.
Demnach verbreitet sich das Pestizid Metazachlor weiter in Richtung «Hellekessel» und könnte laut einer Prognose bereits am Freitag die Staumauer erreicht haben. «Sollte keine Änderung eintreten, bleiben die oberen Wasserschichten vom Pestizid unbelastet und können für die Trinkwasseraufbereitung genutzt werden,» heißt es in der Mitteilung weiter. Bislang blieb das Trinkwasser verschont.
Am 17. September kam es an einem Nebenbach der Sûre in Belgien zu einem Chemieunfall. Dabei verlor ein Landwirt mehrere Liter an Pestiziden.Der Stoff Metazachlor wird unter anderem gegen Gräser und Wildkräuter beim Anbau unter anderem von Raps, Kohl und Soja angewandt.
Zu Demaart
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