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Vor allem Senioren leiden nachträglich

Vor allem Senioren leiden nachträglich

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LUXEMBURG - Laut einer Statec-Studie leiden nach einem Gewaltverbrechen vor allem ältere Personen unter emotionalen Störungen.

Das Statistikamt Statec hat verschiedene Delikte und deren emotionelle Nachwirkungen auf die Opfer unter die Lupe genommen. In Frage kamen dabei Personen, die in den letzten fünf Jahren Opfer eines Delikts waren.

Vor allem Opfer von direkter körperlicher Gewalt (45 Prozent) gaben an, nach der Tat emotional schwer belastet zu sein. Bei Personen, denen Gewalt angedroht worden war, litten 28 Prozent nachträglich unter starken Belastungen.

Sehr hoch sind die emotionalen Folgeschäden bei den Opfern von sexueller Gewalt. Bei Vergewaltigungsversuch oder sexueller Nötigung sind es 63,6 Prozent. Nach sexueller Belästigung litten 20,6 Prozent der Opfer an emotionalen Störungen.

Nur geringe emotionale Nachwirkungen haben laut Statec Bestechungsversuche (1,5 Prozent), Fahrraddiebstahl (8 Prozent) und Autodiebstahl (9,4 Prozent).

Vor allem Senioren

Je älter das Opfer desto größer sind nach einem körperlichen Angriff die emotionalen Schmerzen, so der Statec. 31,5 Prozent der Befragten, die über 70 alt sind, geben an, nach der Tat emotional stark belastet zu sein. Bei den 16- bis 29-jährigen waren es 12 Prozent. Dabei fallen vor allem junge Menschen öfters einem Gewaltverbrechen zum Opfer (58 Prozent).

Besserverdiener kaum belastet

Eine Rolle bei der emotionalen Verarbeitung von Gewaltverbrechen spielt laut Statistiker auch das Einkommensniveau der Opfer. Je geringer das Opfer verdient, desto mehr leidet es an den emotionalen Folgen eines Angriffs. Besserverdiener (7499-7500 Euro) sind nach einem Gewaltverbrechen hingegen weniger emotional belastet.

Personen, die am meisten emotional belastet sind, sprechen sich für härtere Strafen für die Täter aus.