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Jugendparteien mit Ausnahme, der CSJ und der ADR-Jugendpartei "Adrenalin", fordern eine komplette Freigabe des Rauschmittels Cannabis. CEPT-Direktor, Jean-Paul Nilles nimmt Stellung.

«Cannabis Bündnis Luxemburg», welches sich aus mehreren Jugendparteien zusammensetzt, fordert die Legalisierung der umstrittenen Substanz. In diesem Zusammenhang plädiert Jean-Paul Nilles, Direktor des «Centre de prévention des toxicomanies»(CePT) in einem «Quotidien»-Interview am Montag für eine Entkriminalisierung des Cannabis-Konsums. Gleichzeitig fordert der CePT-Direktor die Einführung von Regeln, die den Konsum strenger überwachen, sowie Präventivmaßnahmen. Zudem soll das Rauschmittel nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden.

«Ich denke nicht, dass der richtige Weg ist, die Folgen des Cannabis-Konsums zu verharmlosen und zu unterschätzen», so Jean-Paul Nilles gegenüber dem «Quotidien». Liberalisiert man die Substanz, sollte man gleichzeitig eine Alternative und Regeln zum Schwarzmarkt finden, fordert der CePT Direktor.

Erheiternde Momente wie beim Alkohol-Konsum

«Personen, die Cannabis konsumieren, tun dies notgedrungenerweise nicht, weil sie Probleme zu bewältigen haben, nein, es gibt auch diejenigen, die beim Cannabis-Konsum nur einen erheiternden Moment erleben möchten, genauso wie beim Alkohol. Ich denke nicht, dass mit einer kompletten Freigabe der Substanz alle Probleme vom Tisch sind», stellt Jean-Paul Nilles fest und fordert in diesem Zusammenhang eine wirksamere Zusammenarbeit mit den betroffenen Minderjährigen und Erwachsenen anstatt letztere für ihren Konsum zu bestrafen. Des Weiteren erwägt der CePT Direktor Präventivmaßnahmen einzuführen, die einen Missbrauch feststellen.

Cannabis soll nur in Ausnahmefällen konsumiert werden. Es steht außer Frage, dass die Substanz an öffentlichen Orten geraucht wird. Es ist keineswegs normal Cannabis egal wo zu rauchen, genauso wie beim Alkohol. «Ist es normal, dass ich bereits am frühen Morgen Alkohol trinke?», fragt sich der CePT-Direktor. «Das Gleiche betrifft auch Jugendliche, die morgens bereits Cannabis rauchen. Genauso wie mit dem Alkohol, denke ich nicht, dass das Konsumieren von Cannabis als einen normalen Akt jemals angesehen werden kann», schlußfolgert Jean-Paul Nilles.

Das komplette Interview finden Sie in der heutigen «Quotidien»-Ausgabe.